Montag, 29. Juli 2013

ApWiKi (IV)

Geschehen in der virtuellen Welt: Kindesentzug auf neuapostolische Art

Heute Morgen habe ich erst einmal geweint. Mathias Eberle aus Steinhagen, 30 Jahre alt, neuapostolisch, Sohn eines Bischofs der Neuapostolischen Kirche (NAK) und Vorsitzender eines Arbeitskreises, der sich mit der Geschichte seiner Glaubensgemeinschaft und mit der Geschichte der NAK-Abspaltungen beschäftigt, hat mir "mindestens ein Kind" weggenommen. Dieses "mindestens ein Kind" gab es gestern in seinem Internet-blog noch. Nun ist es/sind sie weg.

Seit der Finanzkrise wissen wir, dass es eine reale und eine virtuelle Welt gibt, wobei die virtuelle angeblich am schwersten in den Griff zu bekommen ist. Das dürfte auch für virtuelle Kinder gelten. Aber nicht für Mathias Eberle. Die in seinem blog gestern noch verbreitete Behauptung, ich hätte "mindestens ein Kind", hat dieser angeblich "neutrale" Arbeitskreis aus einem blog bezogen, das 2011 anonym ins Netz gestellt worden ist. Der Verfasser behauptet, er sei mein ältester Sohn, der mir zum 70. Geburtstag gratulieren wolle. Die Seite diente allerdings nur einem Zweck: der Desinformation über meine Person, und der Diffamierung von Ex-Klienten einer Drogentherapieeinrichtung einschließlich ihrer Kinder. Eine Verlinkung eines solchen blogs ist infam.

In diesem anonymen blog wird auch behauptet, dass sich "meine Frauen" zu Wort melden werden, zu rechnen sei zudem mit Berichten über "Rosenkriege". Allerdings habe ich noch nie einen "Rosenkrieg" geführt, es wurde auch noch nie einer gegen mich angezettelt. Auch heute ist es noch so: Würde eine "meiner Frauen" in Not geraten, wäre ich dort so schnell wie möglich, um zu helfen. Das habe ich auch schon oft genug getan. Denn ich werde diese Frauen immer lieben und nie auch nur eine Sekunde bereuen, die ich mit ihnen verbracht habe.

Mathias Eberle hat mir inzwischen aber nicht nur "mindestens ein Kind" weggenommen, er nahm auch weitere redaktionelle Änderungen vor. Nun steht in dem Beitrag über mich: "Auf Grund seiner Publikationen geriet Tjaden mehrfach durch widerstreitende Interessen mit der Justiz in Konflikt." Was der Dichter uns damit sagen will, ist zumindest mir völlig schleierhaft. Denn eine Halbwahrheit ist ein Dreiviertel-Lüge. In der Tat hat die Neuapostolische Kirche in den 90er-Jahren immer wieder versucht, gegen meine Bücher juristisch vorzugehen. Diese Versuche sind jedes Mal gescheitert. Das kann also nicht gemeint sein.

Sekten, Esoteriker und Scharlatane reagieren aggressiv auf  Kritik. Sie wählen nicht etwa nur den juristischen Weg, sie starten auch heimtückische Aktionen. Vor und nach der Veröffentlichung meines ersten Buches über klassische Sekten hat es allerdings auch angenehme Ausnahmen gegeben. Die Mormonen nahmen mein erstes Buchprojekt besonders locker. "Sie haben den Heiligen Geist nicht, deswegen können Sie uns auch nicht verstehen", hieß es bei einem Telefonat mit der deutschen Mormonen-Zentrale, eine adventistische Gruppe lud mich zu einem Seminar ein.

Festzuhalten bleibt, dass fast jede Klage gegen mich mit einer Niederlage für den Kläger endete. Ein Sozialpädagoge aus Lüneburg ist damit bis heute nicht fertig geworden. Auf seinen Internet-Seiten dichtet er sich selbst bis heute Erfolge zusammen.

Weiterhin heißt es auf den Seiten von Mathias Eberle: "Im Jahr 2003 wurden bei ihm zwei Computer unter dem Vorwurf der Verbreitung von Kinderpornographie beschlagnahmt." Dass diese Geschichte noch nicht beendet sei, wird seit heute nicht mehr behauptet. Dass dieses Verfahren 2006 mit einem Freispruch aus tatsächlichen Gründen vor dem Burgdorfer Amtsgericht und mit der Feststellung des Hildesheimer Landgerichtes endete, dass dieser Vorwurf völlig haltlos war, erfährt man aber nur, wenn man den verlinkten Beitrag liest. Die Erwähnung der Beschlagnahme ist in solchen Fällen Dritten verboten. Sie dient in dem Beitrag auch nur der Verleumdung. Mein polizeiliches Führungszeugnis ist übrigens lupenrein. Die Akte wurde vernichtet. Dass ich über diesen Justizskandal auf http://staatsanwaltschafthannover.blogspot.com berichtet habe, ist meine Sache. Die Staatsanwaltschaft Hannover erhob gegen mich 2006 Anklage ohne ein einziges Beweismittel. Ausschnitte aus Dokumenten habe ich im Netz veröffentlicht. Eine von Mathias Eberle behauptete Verurteilung im Jahre 2011 ist frei erfunden. Wahrscheinlich meint er ein Verfahren, das am 20. August 2013 vor dem Oldenburger Landgericht in die Berufung geht. Die Geschichte steht hier. Angezeigt wurde ich von zwei Wilhelmshavener Lokalpolitikern, einer von ihnen hatte auf seinen Facebook-Seiten die Forderung "Der Islam muss raus aus Deutschland" verbreiten lassen. Diese Forderung halte ich weiterhin für neofaschistisch. Ich werde diese Auffassung auch vor dem Oldenburger Landgericht vertreten.

Auffällig ist, dass in dem Beitrag durchgängig ein Negativ-Bild von mir gezeichnet wird. Wenn Mathias Eberle nun anmerkt, er habe mich um eine Rückmeldung gebeten, dann ist das zwar zutreffend, aber ich wüsste erstens gar nicht, wo ich mit den Änderungswünschen beginnen sollte, und zweitens gehöre ich nicht zu den Leuten, die sich verleumden lassen und dann mit dem Verleumder zusammenarbeiten. So tief bin ich noch nie gesunken.

Zum Beginn der Serie

ApWiKi (V): An die Änderungsschreiberei von Mathias Eberle







Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wo ist denn hier die Verleumdung,Peter? Eigentlich bist Du doch sonst nicht so. Die Angaben stammen doch von Dir selbst. Nutz doch die Chance, schliesslich werden in dem Artikel auch Deine Bücher angepriesen...

Anonym hat gesagt…

das ist so traurig :-( darf der eberle das?

Heinz-Peter Tjaden hat gesagt…

Welche Angaben in dem Artikel stammen von mir selbst? Die meisten jedenfalls nicht. Sonst wären sie ja nicht so falsch. Außerdem wird der Beitrag nun laufend geändert. Meine virtuellen Kinder gibt es schon nicht mehr. Das falsche Geburtsdatum ist weg. Verlinkt wird allerdings noch ein anonymes blog, das angeblich von meinem ältesten Sohn stammt. Wer so was verlinkt, recherchiert nun wirklich alles andere als gründlich. Der Beitrag müsste ganz neu geschrieben werden. Aber warum stehe ich überhaupt auf diesen Seiten, auf denen es nur so wimmelt von Falschinformationen?

Anonym hat gesagt…

weil sie dich besonders mögen stehst du dort...aber inzwischen blamiert sich der eberle bis auf die knochen. und das ist gut so...

Anonym hat gesagt…

so ist der Peter, rosenkriege kennt er nicht :-) aber eberle hat ein link zu einem blog mit der Behauptung gesetzt. da kann er natürlich sagen, was da steht, habe er nicht gelesen. ist eberle die koseform für eber? wer da behaupet, Peter sei gar nicht verleumdet worden, er sei doch sonst anders, der muss eins wissen. er ist ganz anders :-) warum sollte Peter eberle bei korrekturen helfen? warum schleimt hier nun jemand rum? man könnte den beitrag ja völlig streichen...Peter, es ist schön, dass es dich gibt :-) m.

Anonym hat gesagt…

o, Menno, habe ich vergessen. zu deinem 70. kommen wir natürlich :-) laut eberle bist du das zwar schon, aber wir wissen es besser :-))))

Heinz-Peter Tjaden hat gesagt…

ihr wisst vieles besser als der eberle :-)

Anonym hat gesagt…

was der eberle sich leistet, ist unglaublich. herr tjaden hat uns sehr geholfen. ganz konkret. ohne neue indoktrination.

Anonym hat gesagt…

virtuelle kinder sind einfach schwer erziehbar, siehe "erziehung im netz - wenig Chancen, viele Risiken"...