Donnerstag, 18. Januar 2018

Aufgelesen (2018)

Mormonismus und Spiritismus

Die Siedler- und Predigerkultur wiederum eröffnete ein breites Geschäftsfeld, das nicht nur Kirchen und Sekten, sondern eben auch Schwindler hervorbrachte. Das Klischee des Quacksalbers auf dem Wildwest-Planwagen ist das in Deutschland vielleicht bekannteste Mem dieser vermeintlichen Leichtgläubigkeit. Und - offenbar kein Zufall - im Westen des Bundesstaats New York haben nicht nur viele Kirchen wie der Mormonismus, sondern auch der amerikanische Spiritismus ihren Ursprung in einem vergleichsweise kleinen Radius und Zeitinterval.

Süddeutsche Zeitung, 1. Januar 2018


Zeugen Jehovas geben sich Mühe
Es war ein langer Tag. Man kommt heim. Ein Brief. Persönlicher als eine Rechnung, unpersönlicher als ein Weihnachtskärtli von Tante Agneta. Kaum aufgemacht, steht man vor einer in Comic Sans-Schrift verfassten Bekehrungsrede der Zeugen Jehovas.

Und auch wenn der Missionierungsversuch nicht erfolgreich war, ist man doch etwas berührt, allein durch den Fakt, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, unsere Adresse aufzuschreiben, diese auf ein Couvert zu schreiben, den Brief von Hand zu unterschreiben und uns per Post zu senden.
Zentral plus, 5. Januar 2018

Die Parallelwelt der Zeugen Jehovas verlassen

Konja Simon Rohde lebte 33 Jahre lang in einer Parallelwelt. In die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas hineingeboren, wurde er nach ihren strengen Regeln erzogen. Im Lauf der Jahre mehrten sich seine Zweifel und auch gesundheitliche Probleme kamen hinzu. "Ich musste etwas passieren lassen, damit sich etwas ändert." Er entschloss sich, die Zeugen Jehovas zu verlassen - obwohl dies den Bruch mit Familie und Freunden bedeutete.

FinanzNachrichten, 16. Januar 2018

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