Dienstag, 16. Oktober 2018

Nie tot/Nie verfeindet

Er will nicht sterben

Meine Broschüre über den "letzten Stammapostel der Neuapostolischen Kirche" (NAK) ist derzeit vergriffen, weil ein Wilhelmshavener Polizeibeamter alle meine Buch-Veröffentlichungen aus dem Internet vertrieben hat (hier klicken). Johann Gottfried Bischoff predigte ab Weihnachten 1951 auch öffentlich, dass er nicht mehr sterben werde, weil Jesus zu seiner Lebzeit wiederkomme. Die Folge waren: neue Intrigen, neue Machtkämpfe, unglaubliche Verdammnisurteile...Über 60 Jahre später ist Bischoffs Behauptung als "nicht göttlich" eingestuft worden.



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Ironische Betrachtungen
Lästerliches über Psycho-Verein
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Arbeiten Zeugen Jehovas schon bald für Unternehmer aus Bayern?
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Ich lebe ewig
Aufgelesen 2018 (IV)

Kein Kontakt mit dem Vater
Aufgelesen 2018 (III)

Außer Sekte
Muss auch außer sich sein?

Gequält und erniedrigt
Aufgelesen 2018

Unerforschte Sekten
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Ostern ist ein April-Scherz
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Gott konnte man früher lernen
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Leserbrief zu Kommentar über Zeugen Jehovas
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Die Probleme von Adam mit seiner ersten Frau
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Lady Milford hätte NAK-Chef nichts mitzuteilen 
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Nur Bares ist Wahres
Wissen auch die Zeugen Jehovas

Evangelische Hochschule für soziale Arbeit Dresden 
Erschießt den Bock und bewaffnet den Gärtner 

Der bessere Weg: Verleumdung
Lehrer aus Lüdinghausen angeklagt und verurteilt

Wenn der NAK-Bademeister arbeitet 
Denk-Bar (VII)

Papst stoppt Katholiken-Vermehrungssucht 
Keine Karnickel mehr

Die Geschichte von Gott
Und von einer ganzen Welt

2007 bei einem Kongress der Zeugen Jehovas
Bewegte Bilder

NAK-Mitglieder haben Zeugen Jehovas verraten?
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Anthroposophie: Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit?
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Heinz-Peter Tjaden
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30938 Burgwedel
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Aufgelesen 2018 (IV)

Sektenarzt muss nicht ins Gefängnis
Der frühere Arzt der berüchtigten Sekte "Colonia Dignidad" in Chile, Hartmut Hopp, muss nicht ins Gefängnis. Das in dem Urteil der chilenischen Justiz dargestellte Verhalten Hopps sei nach deutschem Recht nicht strafbar, teilte das Düsseldorfer Oberlandesgericht mit. Die Entscheidung sei abschließend, hieß es. Weitere Rechtsmittel könnten nicht eingelegt werden.
Hopp war 2011 in Chile wegen Beihilfe zu sexuellem Kindesmissbrauch in 16 Fällen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Bevor seine Strafe rechtskräftig wurde, floh er nach Deutschland. Weil er nicht nach Chile ausgeliefert werden darf, hatte die dortige Justiz beantragt, dass er die Strafe in Deutschland verbüßt. Er soll die rechte Hand des deutschen "Colonia Dignidad"-Gründers Paul Schäfer gewesen sein.
ntv, 25. September 2018

Millionenstrafe für Zeugen Jehovas

Der Vorfall ereignete sich in Thompson Falls in Montana. In den frühen 90er- und 2000er-Jahren wurden zwei Frauen von einem Familienmitglied über Jahre hinweg sexuell missbraucht. Da die Familie Mitglied der Zeugen Jehovas war, meldeten die beiden Frauen die Vorfälle einem Gemeindemitglied. Dieser hielt Absprache mit dem nationalen Hauptquartier der Zeugen Jehovas – Watchtower genannt. Gemeinsam beschlossen sie, dass die Vorfälle nicht den Behörden mitgeteilt und intern geklärt würden.

Watson, 28. September 2018

90-Jähriger ein begeisterter Leser

Lohnt sich der Einsatz? Ulrich berichtet von einem 90-jährigen Mann, der regelmäßig die Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! liest. „Einmal reichte die Zeit nicht mehr, um den Mann zu besuchen. Wir waren schon auf dem Rückweg und sahen dann, dass er uns auf seinem Fahrrad hinterherfuhr. Als er dicht genug war, rief er: ‚Habt ihr denn keinen Wachtturm für mich?‘ Natürlich hatten wir.“

Stadtlandzeitung, 1. Oktober 2018 (Es handelt sich um einen Werbetext der Zeugen Jehovas)

Therapeutin mit übernatürlichen Fähigkeiten

Der Fall von Sarah Tüder (Name geändert) zeigt, wie manipulativ solche Gruppen vorgehen. Wegen Rückenproblemen suchte die Akademikerin Hilfe bei einer Bewegungstherapeutin. Die Übungen sprachen gut an, die Schmerzen verschwanden. Die Trainerin aber nutzte die Zeit, um ihrer Patientin einzureden, dass deren Probleme in Wahrheit viel tiefer liegen: in ihrer Seele. Am besten helfe ein individuelles Coaching. Kostenpunkt: rund 1000 Euro für eine Wochenendsitzung. Sarah Tüder willigte in regelmäßige Treffen ein. „Ich war soweit, dass ich dieser Person übernatürliche Fähigkeiten zugetraut habe“, sagt sie.

Neckar-Chronik, 10. Oktober 2018

Ich lebe ewig

Mir kann mein Alter übrigens schnurz sein. 1955 hat mir Gott die Nachricht überbringen lassen, dass ich nicht sterben werde. Versicherte mir damals ein gewisser Johann Gottfried Bischoff als Chef der Neuapostolischen Kirche. Wer das nicht glaubte, wurde von Bischoff zur Hölle gewünscht, und ich ging ein Jahr später zur Schule, um mich auf ein sehr, sehr langes Leben vorzubereiten.

Zerstreutes Wohnen, 16. Oktober 2018

Dienstag, 25. September 2018

Aufgelesen 2018 (III)

Esoterik auf der Autobahn

„Es war ein steiniger Weg“, hat Melanie Rüter 2016 nach der Veröffentlichung ihres ersten Buches gesagt. „Beim Barte des Ministers“ behauptete Olaf Lies kürzlich in einem Zeitungsinterview, alle seine Vorhaben seien auf einem guten Weg. Dieser Mann war bis 2017 für den Verkehr in Niedersachsen zuständig, jetzt ist er der Verantwortliche für Energie, die Melanie Rüter in Hülle und Fülle besitzt.

Hier weiterlesen, 6. August 2018


Unabhängige "Saarbrücker Zeitung" berichtet neutral
Georges Tzikas reist durch die Region, um in dem Vortrag „Weltende – Panikmache oder realistisches Szenario?“ diese und andere Fragen zu beantworten. Er lädt alle Besucher ein, ihre eigene Bibel mitzubringen – unabhängig davon, welche Übersetzung man zur Hand hat. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, es findet keine Kollekte statt.
Das Lachen verschwindet

Als Abigail vier Jahre alt ist, treffen ihre Eltern die Entscheidung, in eine Gemeinschaft einzutreten, deren Namen nur wenige kennen: Organische Christus Generation - kurz OCG. So nennt sich die Sekte mit Zentrum in der Schweiz, die auch in Deutschland und Österreich Anhänger hat. Abigail und ihre vier Geschwister werden damit zu "OCGern". Wenn sie von dieser Zeit erzählt, verschwindet das Lachen plötzlich aus ihrem Gesicht. Etwas Ernstes, Verletzliches schimmert durch. 

domradio, 12. August 2018

Zeugen Jehovas wollen Schwule heilen

Maxi ist 19 Jahre alt und schwul. In einem Land wie Deutschland eigentlich kein Problem, wie man meinen sollte. Der junge Kölner hat aber eine harte Zeit hinter sich. Seine Eltern sind bei den Zeugen Jehovas – als er sich mit 15 bei ihnen outet, sind sie entsetzt. "Da wurden dann Bibelverse mit mir durchgelesen und mir gesagt, wie ich leben soll, was Gott für mich vorgesehen hat und was eben nicht."

RTL, 20. August 2018

Prophetin aus Irland wirbt in Zürich

In grossen Buchstaben steht eine kuriose Prophezeiung an der Wand im Zürcher Bahnhof Stadelhofen: «Kreuz am Himmel wird (baldige!) Seelenschau ankündigen."

Blick, 22. August 2018

Religiöse Eiferer in Fitnessstudio

Wer mit dem eher zurückhaltenden 34-jährigen Juri Nasirow, und dem 51-jährigen, wortgewandten Ulf Diebel spricht, bekommt schnell eine Ahnung, dass die beiden Männer sich ein ganz eigenes Gedanken- und Weltbild aufgebaut haben. Juri Nasirow, der Diebel vor dreieinhalb Jahren kennenlernte und sich von dessen Theorien offensichtlich vereinnahmen ließ, wehrt sich gegen die in seinen Augen "schiefe Darstellung" in einem gestern veröffentlichten Zeitungsbericht, wonach es sich bei der "Erbengemeinschafts Jakobs" um eine Sekte handele. "Nach der Definition ist jede Partei eine Sekte", versucht er zu relativieren.

Neue Westfälische, 30. August 2018


Für Kinofilm bei den Zeugen Jehovas
Der britische Schauspieler Fionn Whitehead ("Dunkirk") hat sich zur Vorbereitung auf seine Rolle im neuen Kinofilm "Kindeswohl" mit Zeugen Jehovas getroffen. "Ich habe nicht nur viel über diese Religionsgemeinschaft gelesen, sondern war auch bei einem ihrer Treffen", sagte der 21-Jährige dem "Südkurier" (Mittwoch). Er habe an einem Gottesdienst teilgenommen und mit vielen Menschen gesprochen.

Er selbst sei "nicht sonderlich religiös aufgewachsen". Es sei schwer nachvollziehbar, in eine solche Form des Glaubens hineinzuwachsen. "Aber man bekommt schon ein Gespür dafür, dass diese Leute in ihrer Gemeinde ihre gesamten Wurzeln, ihre ganze Familie und all ihre Lieben haben - und ein Bruch mit der Religion eine enorme Einsamkeit nach sich ziehen würde."
t-online, 29. August 2018

Dem Gefängnis Jehovas entkommen

Wir beteten als Familie meist vor dem Essen. Das Gebet durfte nur ich sprechen, da ich das Haupt der Familie war. Unsere Kinder falteten ihre Hände, senkten ihren Kopf und warteten darauf, dass Papa zu Gott sprach. An jenem Tag im März 2017 fiel es mir schwer zu beten. Ich war gerade „erwacht“. Mir kam es mit einem Mal so vor, als hätte ich die Jahre zuvor nur mit mir selbst geredet, und nur meine Familie hätte mir zugehört – niemand sonst. Ich hatte erhebliche Zweifel, was meinen Glauben betraf, und fühlte mich innerlich zerrissen. Trotzdem wollte ich mir nichts anmerken lassen, also betete ich. Ich hatte über die Jahre einige Satzbausteine entwickelt, die ich nun einfach aneinanderkettete. Es war ein merkwürdiges Gefühl, meiner Familie etwas vorzumachen, und ich dachte: „So kann es nicht weitergehen!“

Tagesspiegel, 7. September 2018

"Die Zeugen Jehovas sterben langsam aus"

Die Menschen, mit denen sich der 33-Jährige vor seinem Ausstieg umgeben hatte, meiden ihn. „Wenn ich heute Freunde auf der Straße treffe, dann grüße ich. In der Regel kommt nichts zurück.“ Zeugen Jehovas brechen alle Kontakte zu Aussteigern und Ausgeschlossenen ab - auch zu Familienmitgliedern. Das Problem: Zeugen Jehovas pflegen Kontakte quasi nur innerhalb ihrer Glaubensgemeinschaft - dies führt automatisch zu einer sozialen Isolation des Aussteigers.

Frankfurter Rundschau, 11. September 2018

Kein Kontakt mit dem Vater

Lange hat es in mir gebrodelt. Mit 17 habe ich mich dennoch taufen lassen. Von da an war mir der Kontakt zu meinem Vater strengstens verboten, denn er war ein Ausgeschlossener. Und Zeugen Jehovas dürfen keinen Kontakt zu Ausgeschlossenen haben, auch wenn es die eigene Familie ist. Das habe ich nicht verkraftet. Ich war hin- und hergerissen, wütend und tieftraurig. Ich konnte einfach nicht glauben, dass ein "Gott der Liebe" Familien geschaffen hat – und sie dann auseinander reißt.

Neon, 12. September 2018

Die Rolle der Freigeister

Da freie Geister jenseits der Ideologien denken, auch jenseits religiöser Dogmen, da für sie Religion ohne Kirche, Sekten und Gesetzestexte und metaphysische Spekulationen auskommt, bilden sie Gegengewichte zu den oftmals aggressiven Diskussionen über die Weltreligionen.

SWR, 13. September 2018

Zeugen Jehovas verleumden Medien

Die Vorwürfe auszusitzen war eine jahrelange Taktik, was aber nicht dazu geführt hat, dass die Vorwürfe abnahmen. Nun hat man sich entschieden in den Angriff über zu gehen und pauschal alle Medien, die negative Informationen über Zeugen Jehovas verbreiten, als boshaft, teuflisch und verlogen zu verurteilen, um sie auf diese Weise zu diskreditieren.

Tips, 18. September 2018

Montag, 3. September 2018

Gehört verboten

12. Juni 2008
Sehr geehrter Herr Tjaden,

ein die Religionsgemeinschaft „Jehovas Zeugen in Deutschland" vertretender Rechtsanwalt hat sich an Google wegen Ihres Blogs „Vom Wachtturm herunter", das sie unter der Adresse: zeugenjehovas.blogspot.com betreiben, gewandt und um Löschung der Domain gebeten. Für den Fall der Nichtlöschung hat die Religionsgemeinschaft rechtliche Schritte angedroht und eine klageweise Löschung der von Ihnen genutzten Domain in Aussicht gestellt.

Die Vereinigung ist der Ansicht, durch die Internetadresse
zeugenjehovas.blogspot.com seien die Namensrechte der Religionsgemeinschaft verletzt, es entstehe eine Identitätsverwirrung.

Ich würde mich über einen Rückruf von Ihnen freuen, um die Sache mit Ihnen zu besprechen.

Da die Angelegenheit sehr eilt, bitte ich um dringenden Rückruf noch heute oder morgen. Sie erreichen mich von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr unter der u.a. Telefonnummer.

Mit freundlichen Grüßen
A. L.

13. Juni 2008
In eigener Sache

Ich habe heute den google-Mitarbeiter angerufen. Er teilte mir mit, dass die Zeugen Jehovas nicht nur gegen mich, sondern auch gegen google juristisch vorgehen wollen, falls dieser blog-Name nicht aus dem Netz verschwindet. Derzeit diskutiert google das weitere Verhalten. Gesperrt werden diese Seiten nicht. Im Zweifelsfalle benenne ich sie um in http://vomwachtturmherunter.blogspot.com. Verfasser des Schreibens vom 2. Mai 2008 an google ist übrigens wieder Rechtsanwalt Armin Pikl…

13. Juni 2008
Sehr geehrter Herr Tjaden,

vielen Dank an dieser Stelle noch einmal für Ihren Rückruf heute Vormittag.

Wir werden uns kommende Woche wieder bei Ihnen melden.

Mit freundlichen Grüßen
A. L.

18. Juni 2008

Sehr geehrter Herr Tjaden,

ich möchte Ihnen hiermit kurz mitteilen, dass die Google Inc. sich derzeit gegenüber der Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen in Deutschland rechtlich nicht verpflichtet sieht, die von Ihnen bei blogger.com registrierte Third-Level-Domain "zeugenjehovas.blogspot.com" zu löschen. Dieses haben wir
namens der Google Inc. dem Rechtsanwalt der Religionsgemeinschaft heute mitgeteilt.

Mit freundlichen Grüßen
A. L.

Der neue Wachtturm

Arbeiten auch sie schon bald für
Thomas Resch?
Gehört einem Unternehmer aus Bayern

Quäle nie einen Mann mit guten Einfällen mit den Schriften der Zeugen Jehovas. Mit ausgefallenen Weltuntergängen kennt sich diese Sekte aus, aber wohl nicht mit ausgefallenen Ideen von Unternehmern wie Thomas Resch aus Bayern. Der ist einem "Bild"-Bericht zufolge von Zeugen Jehovas an seiner Haustür dermaßen genervt worden, dass er sich jetzt die Markenrechte an den Zeitschriften "Der Wachtturm" und "Erwachet" sicherte. 

Ob nun der abgewandelte Dichterspruch "Alle Druckmaschinen der Wachtturmgesellschaft stehen still, wenn Thomas Resch das will" gilt, muss sich noch erweisen. Die Sekte jedenfalls ist erst einmal aufgebracht, der Unternehmer ist guter Dinge. Er hofft auf ein Angebot der Zeugen Jehovas, das ihn nicht nervt.

"Unsere Zeitschriften drehen sich um die Bibel", behauptet die Wachtturmgesellschaft. Und nun um Thomas Resch...

Freitag, 3. August 2018

Außer Sekte

Aber immer noch außer sich

Das Internet eröffnet viele Möglichkeiten - also auch viele Möglichkeiten zum Streit. Denn im Netz verliert man sich nicht so leicht aus den Augen. Man muss nur googeln. Oder Links speichern, die man jeden Morgen aufruft. Am besten vor dem Frühstück. Mit leerem Magen ärgert man sich am besten.

Franz-Christian Schlangen aus Karlsbad ist schon lange außer Sekte, aber trotzdem immer noch außer sich, wenn er die Texte seines Lieblingsautors aufruft. Der heißt Peter Johanning und kommt aus Bielefeld. Stimmt. Wir alle wissen natürlich, dass es Bielefeld gar nicht gibt. Also muss Peter Johanning woanders herkommen. Viel wichtiger ist jedoch, wo er hingekommen ist.

Nach Zürich. In die Schweiz kam er, weil er in eine Talkshow gekommen war. Da seine Chefs gekniffen hatten, stellte er sich den Fragen zur Neuapostolischen Kirche (NAK). Schon vor der Sendung hatten NAK-Mitglieder den Moderator wüst beschimpft, einige dieser Briefe wurden vor dem Gespräch verlesen. Das machte die Sache für Peter Johanning nicht gerade leichter. Als er aber erzählte, dass er im Haus gelegentlich den Staubsauger schwingt, war alles wieder gut. 

Und es kam noch besser. Für den öffentlich gemachten Hausputz wurde er 1996 mit dem Job als Medienreferent der Neuapostolischen Kirche International belohnt. Als solcher haute er fortan auf den Putz und verstand die Bibel immer falsch. Dafür gab er korrekt wieder, was seine Vorgesetzten öffentlich sagten. Wie vorher schon als gelernter Journalist im Rathaus von Bielefeld. 

Wir erinnern uns: Bielefeld gibt es gar nicht. Wie für Franz-Christian Schlangen die Bibel als heiliges Buch. Wer da nicht außer sich ist, ist wahrscheinlich nicht aus der Sekte.    


Aufgelesen 2018 (II)

Zeugin Jehova setzt lieber auf Gott

Mit anderen Worten, Sie würden lieber verbluten, als in einem Notfall eine lebensrettende Bluttransfusion zu akzeptieren?
In dem Moment, in dem ich so schwer krank bin, kann mir kein Arzt versprechen, dass ich mit einer Bluttransfusion am Leben bleiben würde. Deswegen setze ich lieber auf die Sicherheit von Gott, als mich einem Arzt anzuvertrauen, der mir bestenfalls eine 50:50-Chance zum Überleben bieten kann. Ich glaube fest daran, wenn ich treu bleibe selbst bis zum Tod, dass mir Gott das Leben auch wieder zurückschenken kann.


1815ch, 24. Mai 2018

Zeugen Jehovas schwärmen aus

Von Oberbilk bis raus nach Lank-Latum meldeten sich Leser beim EXPRESS und wollten wissen, was dahinter steckt. Auch in Köln und weiteren Teilen des Rheinlands wurden gleich massenhaft Klingel-Attacken der von einigen als Sekte, von anderen als Glaubensgemeinschaft eingestuften Gruppe gemeldet.

Express, 31. Mai 2018


Will sich nicht mehr verstecken
Jehovas Zeugen stehen Schwulen neutral gegenüber. Sie äußern sich nicht negativ, befürworten es jedoch auch nicht. Innerhalb der Gemeinde ist es aber nicht erlaubt, als bekennender Schwuler zu leben. Es werden bestimmte Bibelverse wie zum Beispiel 3. Mose 18,22 „Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau, es ist ein Gräuel“ zur Untermauerung ihres Standpunkts zitiert.
Hängt dein Ausstieg mit deiner Homosexualität zusammen?

Ja, das ist der Hauptgrund. Ich wollte kein Doppelleben mehr führen und mich nicht verstecken, wenn ich mit meinem Freund zusammen bin.
blu, 1. Juni 2018

Traumatisiert nach ritueller Gewalt

Cathrin Schauer-Kelpin arbeitet für den Karo-Verein in Plauen. Hier kümmert sie sich auch um die Opfer ritueller Gewalt. Dabei hat sie schon viel zu sehen und zu hören bekommen. Die Betroffenen, erzählt sie, "haben meist extrem sadistische und sexualisiert zielgerichtete Gewalt mit Folter oder mit Nahtoderfahrung erlebt. Die sind schwer traumatisiert. Diese Dinge, die ihnen passieren, sind so grauenvoll und für manche Leute so nicht zu fassen, dass es häufig passiert, dass ihnen nicht geglaubt wird."

MDR, 2. Juni 2018

Aussteiger darf Gruppe Sekte nennen

Erdmann ist in einer Glaubensgruppe aufgewachsen, deren Anführerin vorgibt, von Gott Anweisungen zu erhalten, welche die anderen Mitglieder nach Angaben mehrerer Aussteiger befolgen müssen. Ein großer Teil der Anhänger der Gruppierung um Sylvia D. war oder ist für die Firma tätig. Erdmann stieg 2012 aus und wies in Interviews, auf Facebook sowie gegenüber Geschäftspartnern des Unternehmens auf Missstände hin, etwa Ausbeutung sowie psychische Gewalt. Die Firma verklagte ihn deshalb 2016 auf Unterlassung.

Frankfurter Rundschau, 8. Juni 2018

Innerer Aufstand

«Ich habe innerlich immer dagegen rebelliert, mich den Phrasen und Litaneien der Prediger unterzuordnen. Aber die schleppen dich mit, da hast du keine Chance», sagt Bochow, der in Berlin geboren wird und später mit seiner Familie − Mutter, Schwester und Stiefvater − nach Speyer am Rhein zieht. «Die ersten Schuljahre sind mir ganz schlecht in Erinnerung geblieben. Ganz einfach darum, weil ich von allen anderen Kindern gemieden und gehänselt wurde, weil meine Mutter bei den Zeugen Jehovas war», erinnert sich Bochow.

1815Schweiz, 8. Juni 2018

Kontakt mit Mutter verboten

Mein Vater und meine Stiefmutter lebten mit mir und meinem Zwillingsbruder und meinem älteren Bruder in Wuppertal, Deutschland. Der Kontakt zu meiner leiblichen Mutter wurde mir verwehrt. Sie verschwand aus meinem Leben, als ich etwa fünf war. Bis heute habe ich kaum Kontakt zu ihr. Ich weiss, dass sie mit den Zeugen Jehovas gebrochen hatte und in Alkoholismus und Arbeitslosigkeit abrutschte. Wirklichen Kontakt zu anderen Menschen ausserhalb der Zeugen Jehovas hatte ich nicht.

Luzerner Zeitung, 24. Juni 2018

100 Jahre Waldorfschulen

Hopmann antwortete: "Im Mittelpunkt steht bei denen der Mensch, wie Rudolf Steiner ihn sieht, also als Reinkarnation, als Mitglied einer Rasse, als Charaktertyp usw. Ziel ist es, den jeweiligen Menschen entsprechend den steinerschen Lehren zu formen bzw. sein 'Wesen' zu entfalten. So wie bei anderen Sekten verbindet sich damit ein Totalitätsanspruch: Wir wollen dich mit Haut und Haaren, mit deiner ganzen Persönlichkeit vereinnahmen – nicht anders als eine Bank dein Geld will: Nicht um nett zu dir zu sein, sondern um an dir Geld zu verdienen. Bloß blöd, wenn man zu jenen Wesen zählt, denen laut Steiner Dahinsiechen oder Verkümmern vorausbestimmt ist. Denen geht es dann wie bei der Bank, wenn die Kreditwürdigkeit dahin ist."

Humanistischer Pressedienst

Trauerbrief löst Entsetzen aus

Beim Blick auf den Umschlag schöpfte Familie Bay noch keinen Verdacht. Eine fremde Frau hatte geschrieben. Auf der Adresse stand die Formulierung „Trauerhaus“. Beim Lesen des Briefes reagierte Claudia Bay dann zuerst irritiert, später verärgert. Eine Frau aus Wesel, die sich als Mitglied der Zeugin Jehovas bezeichnete, bekundete in dem Schreiben ihr Beileid, um zum Ende regelrecht Werbung für den Eintritt in die sektenartige Gruppierung zu machen: „Wenn Sie mehr erfahren möchten, können Sie sich gerne an mich wenden, ansonsten werden Sie nichts mehr von mir hören“, heißt es in dem Schreiben. „Ich war entsetzt, dass man unsere Trauer so ausnutzt“, sagt Claudia Bay, die mit ihrem Mann in Hünxe-Gartrop lebt.

Rheinische Post, 28. Juni 2018 

Misshandlung mit Rute

 Es könnte einer der letzten Prozesse der Zwölf Stämme am Nördlinger Amtsgericht sein. Am nächsten Donnerstag muss sich ein Mitglied der Gruppe wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen und schwerer Körperverletzung verantworten. Wie Amtsgerichtsleiter Dieter Hubel auf Nachfrage der Rieser Nachrichten sagt, wird dem Mann vorgeworfen, zwei Kinder mehrmals mit einer Rute geschlagen zu haben.

Augsburger Allgemeine, 30. Juni 2018

Colonia Dignidad: Der nächste Skandal

Ausgerechnet das Auswärtige Amt verweigert in einer Vorlage, die der WZ vorliegt, eine direkte Opfer-Entschädigung. Ein Skandal, findet Bundesabgeordnete Ulle Schauws (Bündnis90/Die Grünen) aus Krefeld.Dabei gibt es auf die Mitschuld deutscher Behörden an den Gräueltaten etliche Hinweise. Grünen-Politikerin Renate Künast treibt 2016 endlich die Aufarbeitung der Verbrechen in der Horror-Sekte auf bundespolitischer Ebene voran, reist mit einer überfraktionell aufgestellten Delegation zum Ort des Geschehens, kehrt wütend und betroffen zurück. Irgendwann ringt sich der Bundestag durch zu einem Votum zur Bereitstellung von Geldern für eine umfangreiche Opferentschädigung. Erst in diesem Frühjahr reist eine weitere Delegation nach Chile, unter ihnen der Krefelder Oberstaatsanwalt Axel Stahl.

Westdeutsche Zeitung, 4. Juli 2018 

Datenschutz: Zeugen Jehovas scheitern mit Klage

Wenn Zeugen Jehovas Tür-zu-Tür-Besuche machen und Daten von ihren Gesprächspartnern erheben, müssen sie sich dabei an die EU-Datenschutzrichtlinie halten. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Dienstag entschieden.

Anlass für die Klage war ein Urteil aus Finnland. Im September 2013 entschied die dortige nationale Datenschutzkommission, dass die Zeugen Jehovas personenbezogene Daten von Hausbesuchen nur erheben und verarbeiten dürfen, wenn sie sich an die rechtlichen Bestimmungen halten. Die Zeugen Jehovas klagten gegen diese Auflage, der Fall wurde an den EuGH weitergereicht.


Süddeutsche Zeitung, 10. Juli 2018

Von Sekten bedroht

In seiner Kolumne schreibt Hugo Stamm seit Jahren, wie radikaler Glaube das Bewusstsein einengt und die geistige Freiheit behindert. Deshalb wird er von Sekten bedroht.

Humanistischer Pressedienst, 16. Juli 2018

Anmerkung: Das kommt mir alles sehr bekannt vor. Eine Zeitlang hat mich die Neuapostolische Kirche (NAK) mit Strafanträgen zugenagelt, war aber nie erfolgreich. Die Zeugen Jehovas verklagten mich und gewannen einen Prozess mit höchst fragwürdigen Methoden. Nach einer Sendung über die Scientology Church und die NAK rief mir jemand in der Altstadt von Hannover nach: "Dich kriegen wir auch noch." Verleumdungen und üble Nachrede waren an der Tagesordnung. Eine kurze Würdigung: hier klicken

Scientology-Werbung nervt Fahrgäste

Die von der breiten Öffentlichkeit als Sekte wahrgenommene, aber offiziell als Religion anerkannte Organisation Scientology wirbt in der Schalterhalle des Bahnhofs SBB für ihr Informationszentrum. Das berichtet die Newsplattform barfi.ch. Die grosse Anzeige gleich neben der Zuganzeige lädt Fussgänger dazu ein, dem Zentrum an der Burgfelderstrasse einen Besuch abzustatten. Die Werbung sorgt für heftige Reaktionen bei einzelnen Fahrgästen. «Ich war zutiefst schockiert, weil ich dies an einem so öffentlichen Platz nicht erwartet habe», wird eine Passantin zitiert.

Baseler Zeitung, 23. Juli 2018

Im Bann der Seelenfänger

Viele Fußballfans kennen Esther Sedlaczek als langjährige Sky-Sportmoderatorin. Für ein ambitioniertes Projekt hat die 32-Jährige nun ihr gewohntes Arbeitsumfeld verlassen. In der A&E-Dokumentation "Total Control – Im Bann der Seelenfänger" wird sie einem psychologischen Phänomen auf die Schliche gehen: der Manipulation von Menschen durch Sekten, radikale Ideologien, religiösen Fanatismus und dergleichen. Die Dreharbeiten starteten letzte Woche, eine Ausstrahlung ist für November 2018 auf dem Pay-TV-Sender A&E geplant.

Prisma, 25. Juli 2018

Die Weltanschauungsbeauftragten und die "Bastelreligiösität"

Als Grund für die starke Fragmentierung nennt er neben der Pluralisierung der Gesellschaft den schwindenden Einfluss der großen Kirchen. Als Gegenreaktion würden Menschen andere sinngebende Wege suchen, was auch zu einem Aufschwung der Esoterik geführt habe. “Man sucht sich seinen eigenen Weg ins Heil”, erklärt Pöhlmann und spricht von einer “Bastelreligiösität”.

HuffPost, 26. Juli 2018


Zeugen Jehovas zerstören Kinderseelen

Bei den Zeugen Jehovas hören sie dann, dass der Vater oder die Mutter, die nicht Teil der Sekte sind, dem Satan gehören würden.

Wenn Kinder noch klein sind, glauben sie das – sie haben dann wahnsinnige Angst um ihre Eltern. Sie bekommen Panikattacken und nässen sich ein. So werden Seelen zerstört. Insbesondere die von Kindern.

Focus online, 27. Juli 2018

P. S. Ich kenne die Frau, die das sagt. Und zwar von daher Was sie sagt, stimmt zwar, aber...

Umgang mit Sektenmitgliedern

Egal, ob es um eine Heilergruppe, die Zeugen Jehovas, eine Pfingstkirche oder Scientology geht: Betroffene Angehörige versuchen dann, das Familienmitglied oder den Freund mit Argumenten zu überzeugen, von der Sekte Abstand zu nehmen – und scheitern dabei allzu oft.

HuffPost, 27. Juli 2018

Aufgelesen 2018 (III)

Donnerstag, 31. Mai 2018

Leute erschrecken

Weltuntergang erst einmal verschoben.
Liegt den Zeugen Jehovas fern

Die Zeugen Jehovas waren mal wieder Leute erschrecken. Nicht nur in Düsseldorf. Dort sorgten sie für Anrufe banger Menschen bei der Lokalzeitung. Offenbar konnte sich niemand erklären, wer vor der Tür gestanden hatte. 

Ein Redakteur nannte sie "Bibelausleger", die sich lange Zeit still verhalten hätten. Doch nach dem Aufstieg der Fortuna musste es raus. Die Zeugen Jehovas hatten wegen des Aufstiegs den Weltuntergang verschoben. Das wollten sie möglichst vielen mitteilen. Also kein Grund zur Sorge. 

Jetzt sind die Zeugen Jehovas wieder mit Bibelstudium beschäftigt. Wegen der Fußball-WM. Damit es mit der Titelverteidigung der deutschen Elf klappt, bevorzugen sie derzeit den Spruch "Spielt nicht die Herren über die euch Anvertrauten, sondern seid Vorbilder für die Herde." Dann fragt sich Manager Oliver Bierhoff auch nicht mehr, "wie die Türken ticken".

Allerdings waren die Zeugen Jehovas auch in Köln Leute erschrecken. Das verstehe, wer will. Der 1. FC Köln ist abgestiegen...


Freitag, 18. Mai 2018

Aufgelesen (2018)

Mormonismus und Spiritismus

Die Siedler- und Predigerkultur wiederum eröffnete ein breites Geschäftsfeld, das nicht nur Kirchen und Sekten, sondern eben auch Schwindler hervorbrachte. Das Klischee des Quacksalbers auf dem Wildwest-Planwagen ist das in Deutschland vielleicht bekannteste Mem dieser vermeintlichen Leichtgläubigkeit. Und - offenbar kein Zufall - im Westen des Bundesstaats New York haben nicht nur viele Kirchen wie der Mormonismus, sondern auch der amerikanische Spiritismus ihren Ursprung in einem vergleichsweise kleinen Radius und Zeitinterval.

Süddeutsche Zeitung, 1. Januar 2018


Zeugen Jehovas geben sich Mühe
Es war ein langer Tag. Man kommt heim. Ein Brief. Persönlicher als eine Rechnung, unpersönlicher als ein Weihnachtskärtli von Tante Agneta. Kaum aufgemacht, steht man vor einer in Comic Sans-Schrift verfassten Bekehrungsrede der Zeugen Jehovas.
Und auch wenn der Missionierungsversuch nicht erfolgreich war, ist man doch etwas berührt, allein durch den Fakt, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, unsere Adresse aufzuschreiben, diese auf ein Couvert zu schreiben, den Brief von Hand zu unterschreiben und uns per Post zu senden.

Zentral plus, 5. Januar 2018

Die Parallelwelt der Zeugen Jehovas verlassen

Konja Simon Rohde lebte 33 Jahre lang in einer Parallelwelt. In die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas hineingeboren, wurde er nach ihren strengen Regeln erzogen. Im Lauf der Jahre mehrten sich seine Zweifel und auch gesundheitliche Probleme kamen hinzu. "Ich musste etwas passieren lassen, damit sich etwas ändert." Er entschloss sich, die Zeugen Jehovas zu verlassen - obwohl dies den Bruch mit Familie und Freunden bedeutete.

FinanzNachrichten, 16. Januar 2018

Die Trickkiste des lieben Gottes
Der liebe Gott greift in seine Trickkiste, wenn er will, dass man dort ist, wo eine Geschichte begonnen hat, die bald endet. Mich trickste er vor vier Jahren aus, als meine Frau Angelika in Kiel starb. Unsere Wege hatten sich getrennt, weil sie immer mehr wollte als sie jemals bekommen konnte, sie hatte sich noch ein paarmal gemeldet und mit mir getroffen, doch als ihr klar wurde, dass ich mit meiner neuen Partnerin glücklicher war als sie mit ihrem neuen Partner, brach sie den Kontakt ab. Sie verschwand aus Hannover.
Hier weiterlesen Tjadens Welt, 24. Januar 2018

Gefährliche Nähe zu Sekten?
Wie die JUSO in ihrer Medienmitteilung schreibt tritt in Europa seit mehreren Jahren ein rückständiges und gefährliches Gedankengut wieder zu Tage, welches eigentlich nicht mehr bestehen dürfte. Die JUSO ist der Ansicht, dass dieses Phänomen nun womöglich auch die CVP Baselland heimgesucht hat. "Eigentlich hatte die CVP in den letzten Jahren grosse gesellschaftspolitische Fortschritte gemacht. Es wäre erschreckend, wenn sie sich lieber durch stupide Homophobie an religiöse Phantasten anbiedert, als auf die sonst vordergründig hochgehaltenen "christlichen" Werte wie Nächstenliebe zu bauen", meint Philipp Schuler, Vizepräsident der JUSO Basel-Stadt.
Basel News, 25. Januar 2018

Auch für Zeugen Jehovas gelten Datenschutzgesetze

Die Zeugen Jehovas müssen einem Gutachten des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zufolge bei Haustürbesuchen die EU-Datenschutzrichtlinie beachten. Von den Mitgliedern der Religionsgemeinschaft angefertigte Notizen über die Gespräche mit den Besuchten fallen in den Anwendungsbereich des Gesetzes, wie aus dem in Luxemburg vorgelegten Gutachten des EuGH-Generalanwaltes hervorgeht.

Deutsche Welle, 1. Februar 2018

Vom Zeugen Jehovas zum Neonazi

Meine Familie gehörte zu den Zeugen Jehovas, mein Vater kontrollierte mich sehr stark. Als ich ihm mit 16 sagte, ich wolle die Zeugen Jehovas verlassen, gab er mir eine Tasche und sagte, ich solle verschwinden. Ich landete in einer Pflegefamilie. Das war eine große Veränderung für mich - von totaler Kontrolle zu gar keiner Kontrolle. Ich fing an, mit Freunden rumzuhängen, die Neonazis waren. Ich hatte sie in der Schule kennengelernt.

Deutsche Welle, 5. Februar 2018

Nur der Führer kann die Bibel auslegen

Nur drei Buchstaben waren auf dem Klingelschild am Eingang des zentral gelegenen fünfstöckigen Hauses in der Mainzer Landstraße zu lesen: IBC. Das Kürzel, das mittlerweile entfernt worden ist, steht für „International Bible College“. Das klingt recht vage und harmlos, ist es laut Experten aber nicht: Kirchliche Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen wie Oliver Koch und Aussteiger aus der Bibelgruppe berichten, dass IBC ein Tarnname für die koreanische Neuoffenbarungsreligion Shinchonji ist.

Frankfurter Rundschau, 15. Februar 2018

Kaum noch Interesse an Sekten

Die Sektendebatte der 90er-Jahre ist geprägt von Scientology, Satanismus und anderen Neuen Religiösen Bewegungen, wie die Religionswissenschaftler sie bezeichnen, mit einem möglichst neutralen Begriff. Zu Neuen Religiösen Bewegungen hat Remid damals viele Anfragen bekommen, erinnert sich Steffen Rink: "Da ging es immer darum: Ist die Gruppe gefährlich oder kann ich mit denen arbeiten? Das hat sich verändert, weil das Thema der sogenannten Sekten deutlich in den Hintergrund getreten ist. Das ist heute – wenn man mal von Tom Cruise absieht und Scientology – eigentlich interessiert das nicht mehr wirklich viele Leute. Sondern es hat sich verändert hin zum Islam."
Deutschlandfunk, 19. Februar 2018


Sektenvorwurf berechtigt
„Wer andere Meinungen zitiert, macht diese automatisch auch zu seinen eigenen.“ Mit diesem Vorwurf war die südkoreanische evangelische Freikirche „Good News Mission“ gegen das Bistum Mainz vor das Verwaltungsgericht gezogen, nachdem der Leiter der Beratungsstelle für Sekten- und Weltanschauungsfragen, Dr. Eckhard Türk, seine gegenüber Medien geäußerte Kritik gegen die koreanische Religionsgemeinschaft nicht zurückgenommen hatte. Er habe rufschädigende Äußerungen zu unterlassen, verlangte die Freikirche von der Ersten Kammer eine entsprechende Entscheidung. Türk hatte die Freikirche als „gefährliche christliche Sekte“ bezeichnet und ihre Veranstaltungen als „manipulative Türöffner“ bewertet.

Gestern verkündeten die Richter unter Vorsitz von Christof Berthold das Urteil, mit dem sie dem Sektenbeauftragten des Bistums Recht gaben.
Allgemeine Zeitung Mainz, 22. Februar 2018

Fake News auf dem Religionsmarkt

Weltmeister im Erfinden von Fake News auf dem religiösen Tummelfeld ist nach wie vor Scientology-Gründer Ron Hubbard. Er hat verkündet, dass der kosmische Fürst Xenu vor 75 Millionen Jahren auf einem fernen Planeten eine Wasserstoffbombe gezündet und überzählige Thetanen, eine Art Seelen, auf unsere Erde geschossen hat. So entstand die Menschheit auf unserem Planeten.

Watson, 26. Februar 2018

Das Geschäft der Geistheiler

Wer an einer ernsten Erkrankung leidet, lässt oft nichts unversucht, um wieder gesund zu werden. Stoßen Ärzte bei der Behandlung an ihre Grenzen, landen manche Patienten auf der Suche nach einer Alternative bei einem Geistheiler. Doch deren Arbeit ist zurecht umstritten. Ihr Einfluss kann in manchen Fällen sogar tödlich enden.

Focus, 7. März 2018

Auf Sendung
Übermenschen unter den Sendern: Meine Freunde, die Scientologen, strahlen nun auch in der TV-Welt. Habe ich soeben auf den „Welt“-Internetseiten erfahren.
Hier weiterlesen Burgdorfer Kreisblatt, 14. März 2018

Immer mehr "Wohnzimmer-Gurus"

Es gibt immer noch eine Menge Anfragen zu den klassischen Gruppen wie etwa den Zeugen Jehovas, Scientology oder dem Esoterikmarkt. Aber es ist richtig: Die Anzahl der Klein- und Kleinstgruppen nimmt ständig zu und verändert sich ständig. Ein Kollege hat sie mal „Wohnzimmergurus“ genannt. Das sind dann Menschen, die etwa von sich behaupten, einen besonderen Draht ins Jenseits, zu Gott oder Engeln zu haben und eine kleine Anhängerschar um sich sammeln. Wenn es dann zu Problemen oder Abhängigkeiten kommt, weiß man fast nichts über die Hintergründe. Das muss man erst mühsam erforschen und oft bekommt man keine transparenten Auskünfte. Das macht die Recherche und Beratung so schwierig und zeitaufwändig.

Rhein Main Extratipp, 17. März 2018

Gänsehaut
Irgendwie fühle ich mich wie vor 30 Jahren: Damals habe ich meine Sekten-Erzählung „Insel des Zweifels“ geschrieben, die Geschichte eines Mädchens, das von einer strengen Glaubensgemeinschaft in den Wahnsinn getrieben wird. Die ersten drei Auflagen waren immer gleich wieder vergriffen, „Insel des Zweifels“ wurde in Zeitungen und im Rundfunk besprochen, kündigte ich eine Neuauflage an, ging diese Ankündigung rund. Ich bekam Briefe von Betroffenen.
Hier weiterlesen Blog dir deine Meinung, 19. März 2018

"Zwölf Stämme" scheitern vor Gericht
Körperliche Züchtigungen gehören zum Erziehungskonzept der Zwölf Stämme. 2013 wurden deshalb 40 Kinder in staatliche Obhut genommen. Mehrere Eltern wollten die Bundesregierung vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verklagen.
Welt, 22. März 2018

Sektenchef verscharrt Opfer des Diktators

Chilenische Behörden haben auf dem Gelände der berüchtigten Sekte Colonia Dignidad ein Massengrab entdeckt. Zwischen zehn und zwölf Gegner des einstigen Diktators Augusto Pinochet seien vermutlich auf dem Anwesen getötet und heimlich verscharrt worden, sagte Richter Jorge Zepeda. Zudem sei auf der Anlage der Sekte, die jahrzehntelang von dem deutschen Paul Schäfer geleitet wurde, auch gefoltert worden.

Hamburger Abendblatt, 28. März 2018


Kristin Kreuk bricht Schweigen

Schauspielerin Kristin Kreuk (35, "Smallville") hat am Donnerstag ihr Schweigen über ihr Engagement bei "NXIVM" gebrochen - einer Selbsthilfegruppe, deren Anführer in den USA beschuldigt wird, eine Sekte geführt zu haben, in der Frauen angeblich als Sex-Sklavinnen missbraucht wurden. Am Montag war Keith Raniere (57) wegen Sexhandels in Mexiko festgenommen und in die USA ausgeliefert worden.

Stern, 30. März 2018

Die Leute vom Tal

Wuppertal hat viele religiösen Gruppierungen – auch Rosenkreuzler und Templer, Zeugen Jehovas, Sieben-Tags-Adventisten und, und, und ... Das hat Michael Harscheidt in seinem Buch "Die Leute vom Tal – Geheimnisvolle Hardt" verarbeitet.

Wuppertaler Rundschau, 6. April 2018


Ausstieg als endgültiger Ausweg?
Nach dem ersten Höhenflug folgt die Skepsis – und später die kritische Auseinandersetzung. Sektenaussteiger machen oft ähnliche Entwicklungen durch. Nicht selten ist jedoch auch der Ausstieg kein endgültiger Ausweg.

Mitglieder von strenggläubigen Gruppen fallen aus allen Wolken, wenn ihre Gemeinschaft als Sekte eingestuft wird: "Ich, ein Sektenanhänger? Das ist völlig absurd", antworten sie aus tiefster Überzeugung. "Sekten sind alle anderen Bewegungen, aber doch nicht wir!"

Die Rückkehr der Sekte in Zeiten der Filterblase

Keiner dieser Gegner, gegen die die Aufständischen hier zu Felde zogen, existiert in der Realität. Während es noch vor Kurzem einzelnen verwirrten Demonstranten vorbehalten war, auf selbstgemalten Schildern in Einkaufsstraßen vor der Überflutung, dem Untergang, der Offenbarung zu warnen, werden Wahnsysteme heute in Landtagen und Stadttheatern verhandelt.

Süddeutsche Zeitung, 17. April 2018

Allison Mack mit Fußfessel

Die Vorwürfe gegen Allison Mack lauten offenbar auf Verschwörung zum Sexhandel und zur Zwangsarbeit. Die Schauspielerin muss bis zum Prozess dem Bericht zufolge eine Fußfessel tragen und darf keinen Kontakt zu anderen Mitgliedern der Sekte haben. Sie soll zunächst bei ihren Eltern in Kalifornien wohnen, die Kaution soll ebenfalls von ihrer Mutter kommen. Ohne Zustimmung darf Mack vorerst angeblich nicht einmal ins Internet.

Brigitte, 25. April 2018

Schweizer Bundesgericht vs Blutverbot bei Zeugen Jehovas

In der Schweiz wurde vom Bundesgericht entschieden, dass auch Zeugen Jehovas nur dann operiert werden dürfen, wenn sie zuvor einer Bluttransfusion zustimmen.

Immer mehr Abzocke von "Geistheilern"

Das Büro des Vereins Sekten-Info in Essen wurde auch im Jahr 2017 wieder stark beansprucht. Die größte Gruppe der Ratsuchenden bilden erneut Opfer von Esoterik und sogenannten Geistheilern. „Die Abzocke verschärft sich extrem“, berichtet die Leiterin des Vereins, Sabine Riede, bei der Vorstellung ihres Jahresberichts.

Finanzchef des Vatikan wird der Prozess gemacht

Der Finanzchef des Vatikan, Kardinal Pell, muss sich in seiner Heimat Australien wegen des Vorwurfs des Kindesmissbrauchs vor Gericht verantworten. Er streitet die Beschuldigungen ab. Er ist der ranghöchste Kirchenvertreter, der sich jemals wegen des Vorwurfs des Kindesmissbrauchs vor der Justiz verantworten musste: Kardinal George Pell, bisher Finanzchef des Vatikan, wird vor Gericht gestellt. Ihm wird vorgeworfen, sich als junger Pfarrer und später als Erzbischof von Melbourne an Jungen vergangen zu haben. Pell bestreitet die Vorwürfe.

Tagesschau, 1. Mai 2018

Hundertfacher Kindesmissbrauch bei Zeugen Jehovas
Die Organisation "Reclaimed Voices" meldet hunderte Fälle sexuellen Missbrauchs bei den Zeugen Jehovas in den Niederlanden. "Reclaimed Voices" wolle nun zur Aufklärung dieser mutmaßlichen Taten beitragen, sagte deren Vorsitzender Hintjes niederländischen Zeitungen. Die Organisation wurde im November 2017 gegründet, nachdem erste Missbrauchsfälle bei der Religionsgemeinschaft in den Niederlanden bekannt wurden. Seitdem seien Meldungen über 276 Fälle eingegangen, teilte Hintjes mit.
Deutschlandfunk, 2. Mai 2018

Auch in Deutschland näher hinsehen

Tatsächlich häufen sich seit einiger Zeit die schweren Vorwürfe gegen die Gemeinschaft, die in Deutschland juristisch um ihre Anerkennung als Kirche kämpft. Matthias Neff, Ansprechpartner im Bischöflichen Generalvikariat der Diözese Trier für Religions-, Weltanschauungs- und Sektenfragen, sagt, warum es schwer ist, an Opfer heranzukommen: „Die Zeugen sind eine Organisation, die man als geschlossenes und autoritäres Regime bezeichnen könnte. Sie sind dafür bekannt, dass sie sich abschotten.“ Außeneinsichten bleiben daher kaum möglich.

Generalanzeiger, 7. Mai 2018

Mail an Generalanzeiger

sehr geehrter herr drewes, sie stellen die frage, warum in deutschland nicht näher hingesehen wird. vielleicht finden sie hier antworten


mit freundlichen grüßen

heinz-peter tjaden
up´n kampe 6
30938 burgwedel

Gequält und erniedrigt

Keith Raniere, 57, und seine rechte Hand, TV-Star Allison Mack, 35, quälten und erniedrigten Frauen in der Sekte "Nxivm" als Arbeits- und Sexsklaven. "The Hollywood Reporter" sprach für einen Artikel in seiner aktuellen Ausgabe (US-Erscheinungsdatum: 16. Mai) mit ehemaligen Mitgliedern und deren Freunden - mit schockierendem Ergebnis.

Gala, 17. Mai 2018

Aufgelesen 2018 (II)