Mittwoch, 20. November 2013

ApWiKi (VIII)

Freispruch noch nicht gemeldet
5. November 2013. Ruhe ist! Das Amtsgericht von Wilhelmshaven hat mich im April 2013 wegen angeblicher Verleumdung der UWG-Ratsherren Frank Uwe Walpurgis und Horst Dieter Walzner zu einer Geldstrafe von 1 500 Euro verurteilt, das Landgericht von Oldenburg hob dieses Urteil am 31. Oktober 2013 mit der Begründung, ich hätte niemanden verleumdet und ordentlich recherchiert, wieder auf.
Die Zeit dazwischen nutzten einige Kommentatoren auf meinen Seiten für übelste Beschimpfungen (die ich nicht veröffentlicht habe). Als das Jugendamt von Wilhelmshaven bei mir eine illegale Wohnungsdurchsuchung startete, nannte mich jemand wegen meiner Berichte über diese Aktion einen “üblen Lügner”. Eine Gruppe, die im Netz auch die Geschichte der Neuapostolischen Kirche würdigt, veröffentlichte das Amtsgerichts-Urteil und fügte einige Falschinformationen hinzu, um mich in negatives Licht zu tauchen. Dass ich inzwischen freigesprochen worden bin, meldete diese Gruppe noch nicht, obwohl ich sie über die Entscheidung sofort informiert habe.

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Zum Beginn der ApWiKi-Serie

ApWiKi verschweigt Quellen

20. November 2013. "Nach eigenen Angaben wurde er davon am 31. Oktober 2013 vor dem Landgericht Oldenburg frei gesprochen." Steht nun auf den ApWiKi-Seiten. Der Streitschlichter dieses Arbeitskreises ist Anwalt. Ich habe ihm den Bericht der "Wilhelmshavener Zeitung" über den Freispruch geschickt. Als Anwalt hätte er auch das Oldenburger Landgericht anrufen können.

Wer "nach eigenen Angaben" schreibt, tut so, als habe er nur eine Quelle - und wer streng gläubige Mitglieder der Neuapostolischen Kirche kennt, der weiß, dass die nur für wahr halten, was die eigenen Leute sagen. Die lesen nun "nach eigenen Angaben", sagen sich "behauptet der Tjaden" und das war es. ApWiKi verschweigt die weiteren Quellen und täuscht so die Leserinnen und Leser. Die Passage wird zwar verlinkt mit meinem Beitrag, aber wer klickt diesen Link schon an? Außerdem kenne ich kein Lexikon, in dem steht "Apfel, nach eigenen Angaben Obst, siehe ´Obstsorten in Deutschland´." Würde lächerlich wirken - wie ApWiKi. 

Samstag, 2. November 2013

Putzig

Seltsam im Nebel zu wandern

Zwei Randgruppen, die mehr oder weniger zu den christlichen Glaubensgemeinschaften gezählt werden, tappen immer mehr im Dunkeln. Die Zeugen Jehovas, die 1914 erlebt haben, erlebten das Reich Gottes doch nicht. Die Neuapostolische Kirche, für die spätestens im Jahre 2000 das Reich Gottes hätte da sein müssen, leben wie wir alle im Jahre 2013. Das macht sie spitzfindig. 1914 ist weiterhin bedeutend, sagen die Zeugen Jehovas, den Rest haben wir irgendwie missverstanden. 2000 hat zwar nicht gestimmt, aber lange dauert es nicht mehr, sagt die Neuapostolische Kirche. Die einen sitzen am "Kanal Gottes" und leben "in der Wahrheit", die anderen zählen früher Schlechtes zum heute möglicherweise doch Gutem, sind aber vermutlich doch noch ein wenig besser als andere. Nichts Genaues weiß man eben nicht. Die Zeugen Jehovas und die Neuapostolische Kirche wissen das etwas besser und verhauen sich jedes Mal dermaßen, dass jeder Handwerker für so viele Fehler längst seinen Gesellenbrief los geworden wäre.

Nun stellen wir uns alle einmal vor, es gäbe ein höheres Wesen. Dann schnappen wir uns dieses Wesen und denken es uns so lange immer kleiner, bis es in unsere Vorstellungswelt passt? Dann ist das höhere Wesen auch zuständig für solche Formulierungen: "Die Sexualität in der Ehe soll von Wertschätzung und Einfühlungsvermögen geprägt sein. Wenn gegenseitiges Einverständnis und Liebe im Vordergrund stehen, kann die Sexualität als ein wichtiges Bindeglied die eheliche Gemeinschaft stärken und zum Wohlbefinden beider Ehepartner beitragen"? (Katechismus der Neuapostolischen Kirche).

Lächerlicher geht es doch gar nicht mehr. Wo bleiben denn da Lust und Leidenschaft, wo der Spaß an der Freude, wo das Verrückte und Überraschende? Die entsprechende Formulierung für das Mittagessen in der Ehe würde übrigens so klingen: "Das Mittagessen in der Ehe soll von Nahrhaftigkeit und guten Zutaten geprägt sein. Wenn gemeinsamer Hunger und Appetit im Vordergrund stehen, kann das Mittagessen als ein wichtiges Element die Eheleute stärken und zum Wohlbefinden beider Ehepartner beitragen." Das erzählen Sie einmal einem Franzosen!

Liest man den Unfug, den diese beiden Glaubensgemeinschaften verbreiten, dann fallen einem sofort die gestelzten, unbeholfenen und verklemmten Sichtweisen auf. Und ein höheres Wesen teilt diese Auffassungen und will sie sogar durchgesetzt wissen? Was unterscheidet dieses höhere Wesen dann noch von einem missmutigen Nachbarn, der alles kontrolliert, was im Haus geschieht? Die Zeugen Jehovas behaupten sogar, dieses höhere Wesen habe eine Organisation auf Erden. Schönen Dank für das Gespräch!

Wie neidisch müsste dieses höhere Wesen denn dann werden, wenn sich Liebespaare necken und nicht voneinander lassen können? Wenn er sie in Gedanken auszieht und sie ihn fragt, ob sie für ihn das Schönste, Wildeste und Zauberhafteste auf dieser Welt ist, dann kriegen die beiden die Steinplatte mit dem ersten Gebot auf den Kopf? Ist sie auch noch mit einem anderen verheiratet, dann wird er mit dieser Steinplatte erschlagen?

Aus Erfahrung weiß ich, wie diese Sektenmitglieder auf Ungewöhnliches reagieren. Kaum habe ich erzählt, dass ich eine Frau, mit der ich zusammen gewesen bin, besucht habe und ihr Freund dabei gewesen ist, schon schaute man mich an, als hätte ich gerade von einem Bankraub berichtet. Mehr Verständnis hätten die wahrscheinlich gezeigt, wenn ich gesagt hätte, dass ich dieser Frau aus dem Weg gehe. 

Das Wichtigste bei den Zeugen Jehovas und in der Neuapostolischen Kirche ist die Gedankenpolizei, von der sich jedes Mitglied begleiten lassen soll. Alles, was aufregend, neu und unerhört sein könnte, wird tabuisiert. Bis die Menschen so krank sind, dass sie sich mit Neid, Missgunst, Hass, Verzweiflung und Angst herumplagen. Und das soll ein höheres Wesen so wollen? 

Das glaube ich nicht. Weil ich mich gern verzaubern lasse und dann keinen meiner Gedanken mehr kontrolliere. Kontrolle mögen Gedanken nicht. Sie sterben dann...