...Fragen stellen
In diesem Monat haben sich die Zeugen Jehovas der Frage gewidmet, ob sich Gott um unsere Sorgen kümmert. Das weiß ich nicht. Wenn sich allerdings die Chefs der Zeugen Jehovas Sorgen machen, weil jemand etwas Kritisches schreibt, schalten sie Anwälte ein. Da verlassen sie sich keinesfalls auf Gott. Ob die Tricks, die sie bei juristischen Auseinandersetzungen anwenden, Gott gefallen, darf zumindest bezweifelt werden. Und schon redet man aneinander vorbei. Zweifel sind bei den Zeugen Jehovas schlicht verboten.
Doch auch ehemalige Mitglieder der Neuapostolischen Kirche (NAK) können Fragen stellen. Mit jedem neuen Kirchenpräsidenten tauchen die auf, werden Predigten analysiert und Schlüsse gezogen. Dabei könnte alles so einfach sein. Durch diese Glaubensgemeinschaft geht ein tiefer Riss, der ältere Mitglieder von den jüngeren trennt. Ausnahmen bestätigen die Regel des gordischen Knotens.
Viele Verbote sind mittlerweile aufgehoben worden, die Jungen gehen ins Kino, hotten in Discos herum und schauen sich sogar Theaterstücke an. Vor nicht allzu langer Zeit war das alles noch vom Teufel. Da werden Ältere nicht nur neidisch, sie fragen sich auch - mitunter sehr wütend -, was denn in ihrer Jugend vom Teufel - und was von Gott war. Oder werden die Karten zwischen Gott und Teufel neu gemischt, wenn der neue Kirchenpräsident sagt: "Hört mal zu, das ist nun nicht mehr neuapostolisch"?
Jedenfalls ist es ein merkwürdiges Ding mit den Sekten-Göttern...Die machen, was sie wollen...Oder wollen sollen?
"Wir geben Ihnen unser Ehrenwort, wir wiederholen: unser Ehrenwort. Die Welt geht bis 2040 unter." Ihre Zeugen Jehovas Die beliebtesten Artikel in den vergangenen sieben Tagen:
Sonntag, 30. Juni 2013
Montag, 10. Juni 2013
Beim WDR unbekannt?
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| So soll er aussehen. Foto: WDR |
Gesucht wird nach Bericht über Neuapostolische Kirche: Andreas Sträter
Mit einem eher freundlichen Bericht über die Neuapostolische Kirche hat WDR.de für heftige Reaktionen gesorgt, die zu zwei weiteren Folgen geführt haben. Ausgelöst wurden die hitzigen Diskussionen von jemandem, der bei diesem Sender "nicht zu ermitteln" ist. Teilt mir jetzt die Post mit - und schickt mir einen Brief an den Redakteur Andreas Sträter zurück. Auch der Westdeutsche Rundfunk hat einen Stempel auf den Umschlag gedrückt - und zwar diesen:
Dass der WDR ein riesiger, von Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahlern finanzierter Apparat ist, weiß man. Aber dass man einen Redakteur nicht finden kann, der einen Bericht mit so vielen Reaktionen verfasst hat, wie es die auch bei diesem Sender sonst nicht gibt, verwundert doch ein wenig.
Vielleicht sollte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) von einem Teil der Gebühreneinnahmen einen Suchdienst für eher unbekannte Mitarbeiter finanzieren.
Geschickt habe ich Andreas Sträter meine jüngste Broschüre "Nach mir kommt keiner mehr" über die NAK in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts und ein Bilderbuch mit dem Titel "Wenn Zahlen einen Kopfstand machen", beide erschienen bei www.lulu.com Die bekam ich nun wieder zurück.
Jemand hat den Briefumschlag geöffnet. In einer Notiz an den Redakteur beziehe ich mich ausdrücklich auf den NAK-Bericht. Name und Thema müssten eigentlich ausreichen, um Thomas Sträter zu finden...Die Notiz steckt immer noch in dem (geöffneten) Umschlag...
Da kommen bei mir Erinnerungen wieder an ein Phänomen, das ich 1990 erlebt habe (die Ermittlungen der Post blieben erfolglos):
| Neue Presse Hannover, 11. Oktober 1990 |
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