Mittwoch, 21. August 2013

Fragen an Lindd

12. Juni 2013
Wie arbeitet dieser Verein?

Sehr geehrter Herr Ballnus,

sicherlich verfolgen Sie die aktuellen Diskussionen, die der WDR mit Berichten über die NAK ausgelöst hat. Einer der Kommentatoren machte auf Ihren Verein aufmerksam. Deswegen stellten sich mir diese Fragen:

1. Sexuelle und körperliche Gewalt sind Straftatbestände. Arbeitet Ihr Verein auch mit der Polizei und mit der Staatsanwaltschaft zusammen?

2. Sind Kinder sexueller und/oder körperlicher Gewalt ausgesetzt, greift § 1666 BGB. Informieren Sie Jugendämter über Vorwürfe, die Ihnen bekannt werden?

3. Wie prüfen Sie den Wahrheitsgehalt von Vorwürfen und wo suchen Sie sich dabei Hilfe?

4. Besonders schwierig ist sicherlich das Thema psychische Gewalt. Wie definieren Sie psychische Gewalt und wie definieren Sie Gewaltfreiheit?

5. Stehen Sie in ständigem Austausch mit anderen Experten, die sich mit diesem Thema beschäftigen?

6. Wie reagieren Sie, wenn sich Probleme aus der NAK-Lehre bzw. aus Predigten etc. ergeben?

7. Bei Readers Edition habe ich eine Analyse einer Predigt des neuen Kirchenpräsidenten entdeckt. Diese Predigt besteht aus einer ständigen Wiederholung des Wortes “Gehorsam”. Halten Sie solche Predigten für förderlich, wenn jemand Kinder zu selbstständig denkenden Bürgerinnen und Bürgern erziehen will?

Der Link zu diesem Verein

Beim WDR unbekannt?

Ich bin schon lange tot?

Die Antwort von Lindd

Sehr geehrter Herr Tjaden,

wir haben Ihre Fragen erhalten. Nein, wir verfolgen aus mehreren Gründen nicht jede Diskussion im Internet über die NAK, so auch die von Ihnen erwähnte nicht.

Vor einer evtl. Beantwortung Ihrer Fragen interessiert uns zunächst, wer Sie sind, was Ihre Motivation war, uns anzuschreiben und welche Ziele Sie mit den Fragen an uns verfolgen.

Mit freundlichem Gruß

Irene Döring und Rainer Ballnus

21. August 2013
Ich winsel - also bin ich

Mit einer seltsamen Mischung aus Ergebenheitsadressen und Unverständnis reagiert Lindd nun auf eine Absage.

Hier lesen

Sonntag, 18. August 2013

Katholisches Gezwitscher

Wie glaubwürdig ist dieser "Tatort"?

"Tatort" aus Luzern steht stets für tödliche Langeweile nach dem Mord. Das ist auch heute Abend so. Dieses Mal wird eine 14-Jährige ermordet, die zu einer frommen christlichen Sekten-Familie gehört. Zu den Verdächtigen zählt der leibliche Vater des Mädchens, ein Querulant und Dieb, der zu Gewalt neigt.

Da man angeblich nach 45 Minuten den Mörder bereits kennt - berichten alle Journalisten, die diesen "Tatort" bereits gesehen haben - will die katholische Kirche der Schweiz für ein wenig Spannung bis zum Krimi-Ende sorgen. Die Frage lautet: "Wie glaubwürdig werden die Sektenmitglieder dargestellt?" Die Antworten sollen gezwitschert werden. 

Aber von wem? Zeugen Jehovas scheiden aus. Der Krimi beginnt mit einer Geburtstagsfeier. Zeugen Jehovas feiern keine Geburtstage. Da die Geburtstagstorte erst am späten Abend angeschnitten wird, werden auch die Mitglieder anderer Sekten nicht mitdiskutieren. Die putzen Geburtstagstorten nicht erst am späten Abend weg.

Bleiben die Mitglieder der katholischen Kirche. Das sind knapp 40 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer. Lästermäuler halten die katholische Kirche zwar für die größte Sekte, aber ist die auch fromm? In der Schweiz eher nicht. Wie also sollen eidgenössische Katholikinnen und Katholiken  beurteilen können, wie es in einer frommen Glaubensgemeinschaft zugeht, während sie neuerdings sogar schon katholische Brasilianer auf dem Fußballplatz schlagen? Außerdem passt man derzeit zwischen Basel und Genf eher auf den Papst als auf Sekten auf. Würde der wieder einmal für Verfolgte beten wollen, wäre der ganz schnell bei jenen Asylbewerbern, die in einem Schweizer Getto leben.