Posts mit dem Label Missbrauch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Missbrauch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 20. Dezember 2022

Aufgelesen 2022

Patti Smith glaubt an Gott

Ihn faszinierten Science-Fiction-Geschichten und Ufos – ein Interesse, das auch seine älteste Tochter später teilen sollte. Ihre Mutter Beverly gehörte den Zeugen Jehovas an. Beten lernte sie von ihrer Mutter, als sie drei Jahre alt war. Die frühe religiöse Erziehung führte bei ihr nicht zu einer lebenslangen Bindung an rigide Glaubensvorschriften einer Religion. Gebete seien aber bis heute Teil ihres Alltags, erklärt Patti Smith in einem Interview: „Meine Mutter hat mir beigebracht, dass es Gott gibt. Und, dass man ihn zwar nicht sehen, aber trotzdem mit ihm kommunizieren kann – durch Gebet oder Nachdenken. Also wurde die Möglichkeit, über Raum und Zeit hinweg zu kommunizieren, schon sehr früh Teil meines Glaubens. Im Laufe der Zeit habe ich dann Menschen verloren, aber ich kann immer noch mit ihnen kommunizieren.“

Deutschlandfunk, 1. Januar 2022

Emotionale Erpressung bei den Zeugen Jehovas

Wenn man sein Handeln bereut, darf man einer von ihnen bleiben. Aber wenn nicht, wird man aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Das bedeutet einen Kontaktabbruch mit allen Zeugen Jehovas, egal ob Freunde oder Verwandte. Man existiert für sie nicht mehr. Sie grüßen nicht, sie sehen weg, wenn sie dich sehen. Offiziell soll der Sünder dadurch zur Reue gelangen. Ich persönlich halte es für emotionale Erpressung.

Stadt Land Mama, 3. Januar 2022

Just Love Festival immer beliebter

Der Einfluss von Guru Vishwananda reicht vom hessischen Taunus bis an die amerikanische Westküste. Seine Hindu-Sekte #BhaktiMarga wächst stetig. Zu seinem „Just Love Festival“ in Heidenrod (Taunus) kommen immer mehr Anhängerinnen und Anhänger. Doch es häufen sich auch Vorwürfe. Junge Männer berichten, der Guru habe sie zu sexuellen Handlungen genötigt oder sogar vergewaltigt.

hessenschau, 21. Januar 2022

Wir sind kein Papst

Wo findet man die katholische Kirche am leichtesten?

Bundestagsausschuss, 28. Januar 2022

Heil gesucht-Hölle gefunden

Die Bilder sind und bleiben in ihrem Kopf: Rituale der Erniedrigung, der Bambusstock zur Züchtigung, die schmerzhaften Striemen, die Eltern, die in der Gemeinschaft das Heil suchten und die Hölle fanden. Nach quälenden zehn Jahren schafft sie den Ausstieg aus einer Parallelwelt, in der Weltuntergangsszenarien und Verschwörungstheorien die Anhänger in einer Art Angststarre halten.

Schwarzwälder Bote, 13. Februar 2022

Wie im freien Fall

Und der Psychologe Dieter Rohmann muss es wissen: Er selbst wurde Anfang der 1980er Jahre Mitglied der Sekte Kinder Gottes. Doch nach nur sieben Monaten stieg er wieder aus und fing im Anschluss an, für ein Aussteigerprogramm in Goa zu arbeiten. So kam er auch irgendwann zu seinem Beruf – nach Medienberichten über das Programm kontaktierte ihn eine Familie mit der Bitte, ihrer Tochter beim Ausstieg zu helfen. Sektenmitglieder beim Ausstieg zu helfen – der Beruf hat Dieter Rohmann gefunden und den übt er jetzt seit schon 40 Jahren aus.

Hessischer Rundfunk, 16. Februar 2022

Asyl für russische Zeugen Jehovas

Zwei russische Staatsangehörige, die den Zeugen Jehovas angehören, sind in Deutschland asylberechtigt. Dies hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatte ihre Asylanträge zuvor abgelehnt.

BR24, 28. Februar 2022

Verkorkstes Leben mit dem Messias

Wenn man das „Glück“ hat, zu wissen, dass der Messias auf der Erde ist und mit der Möglichkeit gesegnet ist, sein Leben für Gott zu leben, lernt man einige ziemlich verkorkste Dinge. Wenn du in einer Sekte bist, werden dir die meisten dieser Dinge absichtlich beigebracht, um deine Fähigkeit zu kontrollieren, selbst zu denken und eigenständig zu leben, und um dich in der Sekte zu halten. Dazu gehören auch einige ziemlich verkorkste Dinge über Geld.

Business Insider, 27. März 2022

Miss Sachsen mit Podcast über Zeugen Jehovas

In ihrem neuesten YouTube-Video und auf Instagram verkündete Jones die tolle Neuigkeit: Am Sonntag gingen gleich die ersten beiden Folgen ihres neuen Podcasts "CultCancel" auf Spotify, Deezer und Co. online.

In den Audio-Aufnahmen spricht Sophie Jones über ihre Vergangenheit bei den Zeugen Jehovas und vor allem auch über die Folgen, die ein Leben in Angst vor Gott oder dem Weltuntergang auf einen jungen Menschen haben kann.

Tag 24, 31. März 2022

Spielsüchtiger Priester wichtiger als Missbrauchsopfer

Nach dem Bekanntwerden neuer Vorwürfe gegen das Erzbistum Köln haben Vertreterinnen und Vertreter von Opferverbänden die Katholische Kirche am Osterwochenende massiv kritisiert. Anlass war die Nachricht, dass die Kirche mehr als eine Million Euro an Schulden für einen katholischen Priester beglichen hatte: aus einem Sondervermögen, das auch für die Entschädigung von Missbrauchsopfern gedacht war.

Frankfurter Rundschau, 15. April 2022


Sie gehen ihm aus dem Weg

Ehemaliger Zeuge Jehovas: "Wenn sie mich sehen, wechseln sie die Straßenseite"

Oberösterreichische Nachrichten, 5. Mai 2022

Zeugen Jehovas ein Paradies für Pädophile?

Daniel (Name geändert) wurde über Jahre hinweg von einem sogenannten Dienstamtsgehilfen missbraucht. „Viele Kinder der Zeugen Jehovas und Jugendliche wurden am Wochenende unter seine Obhut gestellt“, berichtete er. „Wir gingen abwechselnd ins Schwimmbad oder zum Schlittschuhlaufen. Manchmal auch ins Kino.

Selbst an öffentlichen Orten ließ er sich nicht abhalten, mich sexuell zu stimulieren.“ Daniel offenbarte sich niemandem, denn: „Sexuellen Missbrauch öffentlich zu machen, gilt als Schande gegenüber Gott Jehova.“ Heute glaubt er, „dass die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas ein Pädophilen-Paradies darstellt, in dem jeder Täter geschützt wird“.

Berliner Zeitung, 27. Mai 2022

Warnung vor neuer Scientology-Kampagne

So sei eine Kinderbroschüre mit dem Titel "Wie man gute Entscheidungen trifft" an mehrere Einrichtungen und Träger gegangen, die sich mit Kindern und Jugendlichen sowie der Wertevermittlung an sie beschäftigen. Darin werde die scientologische Ideologie für Kinder aufbereitet, was aber nicht auf den ersten Blick erkennbar sei. Verschickt wurde die Broschüre unter dem Namen "Eltern-Werteinitiative". Der Begriff Scientology werde nicht erwähnt, es werde aber Bezug genommen auf das Buch "Der Weg zum Glücklichsein" von L. Ron Hubbard, dem Gründer und Vordenker von Scientology.

Bayerischer Rundfunk, 1. Juni 2022

Endlich Entschädigung für Colonia-Dignidad-Opfer

Insgesamt ist die Entschädigungssumme für die elf chilenischen Opfer oder deren Nachfahren auf umgerechnet etwa 1,5 Millionen Euro festgelegt. Die ausstehende halbe Million soll in wenigen Wochen durch weitere Versteigerungen eingeholt werden.

Sektenchef Schäfer war in Chile wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs verurteilt worden und starb 2010 im Gefängnis. In Deutschland wurde gegen ihn und seine Führungsclique nie Anklage erhoben.

tagesschau, 13. Juni 2022

Den Willen brechen

Julia Ley: Fromme, evangelikale Gläubige, die womöglich politisch rechts stehen oder Verschwörungstheorien verbreiten – diese Art von christlichem Fundamentalismus verbindet man hierzulande oft mit den USA. Aber: Solche Gruppen gibt es auch in Deutschland. Und Experten sagen: Sie gewinnen politisch an Einfluss. Gerade die Coronapandemie hat rechten christlichen Gruppen Aufschwung verschafft, denn die bieten vieles, was für einige Menschen in Krisenzeiten offenbar attraktiv ist: eine feste Gemeinschaft mit klaren Regeln, einfache Erklärungen für komplexe Probleme und das Gefühl, exklusiven Zugang zu einer tieferen Wahrheit zu haben.

Deutschlandfunk Kultur, 26. Juni 2022

Dieses Portrait mag Teal Swan nicht

In zwei Tagen lerne man, «wie man sich selbst liebt», verspricht der Veranstalter. Gestärkt und mit mehr Selbstliebe würde man die Veranstaltung mit Teal Swan verlassen. Die umstrittene amerikanische Esoterik-Influencerin kommt für einen zweitägigen Workshop nach Münchenstein bei Basel, wie die «Basler Zeitung» (Abo) am Freitag berichtete. In den USA ist Swan ein Star, auf Youtube haben Millionen ihre Videos gesehen. Unlängst hat der Streamingdienst Hulu eine mehrteilige Dokumentation über die 39-Jährige veröffentlicht, an der die Portraitierte keine Freude hat.

20 Minuten Schweiz, 8. Juli 2022

Die Jüngerin gehorcht

Der Psychiater spricht von einem „diabolischen System“, in das sich Claudia H. freiwillig hineinbegab und dem sie jahrzehntelang angehörte. Au­ßenstehenden müssten die Verhältnisse in der Gruppe, denen sie sich zuerst als Studentin, später als promovierte Biologin unterordnete, wie Absurdi­täten vorkommen, sagt Thomas Holzmann als Gutachter vor dem Land­gericht Hanau am Dienstag. Claudia H. sei zu einer „Jüngerin“ ge­worden und habe die religiösen Lehren einer anderen Frau, Sylvia D., an­genommen und zum Maßstab für ihr eigenes Handeln gemacht. Dabei habe sie in Kauf ge­nommen, dass Sylvia D. die aus einer Hand voll Familien be­stehende Gruppe in der Hanauer Weststadt beherrscht habe, und zwar in einer Weise, wie sie für Sekten ty­pisch sei, nämlich mit Bestrafung und Bespitzelung.


Kontakt zur Familie abgebrochen

Erinnerungen an ihre Kindheit verbindet sie mit viel Angst. Die Bilder von der Sintflut, wie sie in jeder Kinderbibel zu finden sind, lösten in ihr Todesangst aus. Wer nicht an Jehova glaube, werde mitgerissen, vernichtet. Und dieser Tag sei nicht mehr fern. Als sie vor etwa 30 Jahren ging, war sie unverheiratet und schwanger. Der Kontakt zu ihrer Familie ist seitdem abgebrochen.

Den Ausstieg empfand die Frau aus Hohenpeißenberg damals als sozialen Tod. Sie habe ihr ganzes Umfeld verloren, erzählt sie. "Bei mir war es der Vater, all die Freunde, die Menschen, die mich ausgemacht haben." Diese hätten nach ihrem Weggang die Straßenseite gewechselt, um eine Begegnung zu vermeiden.

Bayerischer Rundfunk, 14. Juli 2022


"Der reinste Horror"

Momentan gehören rund 19'000 Personen in der Schweiz den Zeugen Jehovas an. Sie alle glauben daran, dass der Weltuntergang kurz bevor steht, wie Religionsexperte Georg Schmid erklärt. «Bei den Zeugen Jehovas nennt man das Harmagedon», wie der Leiter von Relinfo erklärt. «Alle Feinde Gottes werden dabei vernichtet. Für die Zeugen Jehovas dagegen beginnt ein 1000-jähriges Friedensreich.» Als Diener Gottes müssten sie ihren Glauben an andere weitervermitteln, dies durch ihr Missionieren. Zudem müssten sich Zeugen Jehovas an strikte Regeln halten, wie beispielsweise das Verbot von Transfusionen, kein Sex vor der Ehe sowie den Kontakt zu ehemaligen Zeugen Jehovas meiden, die bereits getauft wurden.

Argoviatv, 25. Juli 2022

Inniges Verhältnis von Jesus und Maria?

Dass der 15. August auf Madeira ein Feiertag ist, erfuhr ich, als ich die Seite einer Behörde aufrief und dort mitgeteilt bekam, dass die Behörde heute geschlossen ist. Soeben googelte ich den Grund für diesen Feiertag. Er lautet: Mariä Himmelfahrt. Das sagte mir nicht viel. Auf katholisch.de fand ich den Hinweis, dass im Mittelpunkt dieses Festes "die innige Beziehung Marias zu ihrem Sohn Jesus" stehe.

Madeira Observer, 15. August 2022

Wie Sekten funktionieren

Sekten und esoterische Gemeinschaften umwerben zuerst mögliche Mitglieder, idealisieren sie, umschmeicheln sie, lullen sie ein, arbeiten viel mit Bewunderung und vorgetäuschter Liebe, die keine authentische, echte Liebe ist, weil sie ja die Menschen nicht so annimmt und akzeptiert, wie sie wirklich sind. Zudem wird ein primitives Schwarz-Weiß-Bild vertreten, und komplexe Phänomene werden durch einfache Ursachen und Antworten begründet. Wer z.B. krank wird oder Krebs bekommt, der hat sündhaft gelebt, oder - je nach Lehre - zu wenig gefastet, zu wenig oder zu viel Sex praktiziert, sich falsch ernährt, zu wenig Licht gegessen, zu wenig positiv gedacht oder die Weisheiten des Gurus nicht richtig gelebt.

Mein Bezirk, 10. September 2022

Überraschender Freispruch

Weil eine andere Frau in ihrem Sohn die „Reinkarnation Hitlers“ sah, sollte Claudia H. den kleinen Jan (†4) sterben gelassen haben – so hatte es die Staatsanwaltschaft der 61-Jährigen vorgeworfen. Die Mutter, Mitglied einer Sekte, hätte demnach ihren Jungen im August 1988 in einen Leinensack gesteckt und der mutmaßlichen Sektenführerin Sylvia D. übergeben. 34 Jahre nach dieser unfassbaren Tat kommt die überraschende Wende: Claudia H. wird freigesprochen, das entscheidet das Gericht am 4. Oktober 2022. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe wegen gemeinschaftlichen Mordes gefordert.

RTL news, 4. Oktober 2022

Wie gehirngewaschen

Im aktuellen Krisenumfeld von Corona, Ukrainekrieg und Klimawandel steigt die Zahl der Anfragen bei der NRW-Sektenberatung. Das berichtet die Leiterin von Sekten-Info NRW, Sabine Riede, im WDR. Wobei sie gleich einordnet: "Wir sind kein Sekten-TÜV." Heute gehe es eher um weltanschauliche Dinge, um Psychogruppen und Coachings. Das habe nichts mit Religion zu tun, aber auch danach fühlten sich Menschen wie "gehirngewaschen", so Riede.

WDR, 15. November 2022

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) hat sich für ein Denkmal zur Erinnerung an die in der NS-Zeit verfolgten Zeugen Jehovas ausgesprochen. "Die Mitglieder der Religionsgemeinschaft zählten zu den ersten Opfern des nationalsozialistischen Terrors gegen Minderheiten", sagte Roth am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Bis heute gebe es aber keinen Ort, um an die Opfer dieser Gemeinschaft zu erinnern. Roth favorisiert dafür einen Ort im Berliner Tiergarten.

Evangelischer Pressedienst, 22. November 2022

Vom Zeugen Jehovas zum Mister Gay

Frankfurt – Er will der Held der deutschen Queer-Welt werden: Noah Pinheiro (24), Augen-Optiker aus Frankfurt, tritt an zur Wahl des „Mister Gay Germany“.Ihm hätte die Religion fast das Leben verhagelt. Der Frankfurter war bis vor ein paar Monaten noch Zeuge Jehovas.

Bild-Zeitung, 16. Dezember 2022

Dienstag, 22. Juni 2021

Aufgelesen (2021)

Radikale "Christen" und die Hintergrundmächte

Wer sich auf die Suche macht, der findet. Zum Beispiel Jakob Tscharntke, den Pfarrer einer Freikirche im württembergischen Riedlingen. Die Videos seiner Predigten sind für jedermann im Netz abrufbar. Tscharntke steht mit einer lilafarbenen Krawatte hinter seinem Rednerpult und versucht, die Menschen in Deutschland zu erreichen, die, wie er sagt, noch nicht kapituliert haben „vor Merkel, Spahn, Söder und Co. und den Hintergrundmächten, die dahinterstehen“. Tscharntke ist einer großen Verschwörung auf der Spur: Corona als Trick der Mächtigen, um die Leute zu knebeln. 

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3. Januar 2021

Abstand zu Querdenkern halten

Für kritische Distanz zur Querdenker Initiative hat sich der bayerische landeskirchliche Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen, Matthias Pöhlmann, ausgesprochen. Zwar sei das Demonstrationsrecht ein wertvolles Grundrecht und auch die Diskussion über staatlich verordnete Maßnahmen sei wichtig, betonte er am Montag bei einem Pressegespräch der evangelischen Landeskirche. Dennoch müsse immer auf den weltanschaulichen Hintergrund der Akteure geachtet werden. Im Bezug auf die Querdenker heiße das: "Abstandsregeln, ob physisch oder geistig, sind dringend zu empfehlen", sagte Pöhlmann.

Süddeutsche Zeitung, 11. Januar 2021

In der Wahn-Welt der Zeugen Jehovas

Alexander Strobl wuchs in einer Welt des wahnhaften Glaubens auf. Mit 18 fing er an zu zweifeln. Mit 21 ist er für seinen Vater gestorben. Heute will er anderen helfen, wegzukommen. Von Sekten, Gedankenkontrolle und Psychoterror.

Idowa, 23. Januar 2021

"Zeugen Jehovas gefährlich wie Scientology"

Die 25-Jährige wurde in die – wie sie selbst betont – "extremistische Gemeinschaft" der Zeugen Jehovas hineingeboren, der weltweit über 8,6 Millionen Menschen angehören. In Österreich gibt es über 21.000 Mitglieder der seit 2009 offiziell anerkannten Religionsgesellschaft. "Die Zeugen halten alle für harmlos. Man belächelt vielleicht diejenigen, die in der Fußgängerzone stehen und die Zeitung 'Wachtturm' anbieten. Aber das stimmt nicht - sie sind nicht weniger gefährlich als Scientology," sagt die Leipzigerin. Daher ist ihr ein Umdenken in der Gesellschaft so besonders wichtig.

Woman, 29. Januar 2021

Institut für Weltanschauungsrecht: Verlieren Zeugen Jehovas ihren Körperschaftsstatus?

Laut Institut für Weltanschauungsrecht (ifw) hatte die Sektenexpertin auf „menschenrechtswidrige Praktiken der Ächtung, der Todesfälle aufgrund Verweigerungen von Bluttransfusionen sowie die Förderung von sexueller Gewalt insbesondere an Minderjährigen durch die sogenannte Zwei-Zeugen-Regel aufmerksam“ gemacht. Zu den Vorwürfen erklärten die Zeugen Jehovas laut ifw, „dass getaufte Zeug_innen, die nicht mehr praktizieren, grundsätzlich nicht gemieden würden. Das gelte aber nicht für Menschen, die wiederholt eine ‚Sünde‘ wie Sex vor der Ehe, Rauchen, Wählen oder das Akzeptieren einer Bluttransfusion begehen, bzw. sich zu einem anderen Glauben oder Nicht-Glauben bekennen und keine Reue zeigten.“ Hinsichtlich der Bluttransfusionsfrage hätten die Zeugen Jehovas zwar eingeräumt, dass eine Bluttransfusion zu verweigern sei, aber nicht zu mehr Todesfällen führe.

KIR, 8. Februar 2021

Corona-Tricks

Die Zeugen Jehovas stellen Videos ins Internet und verteilen Briefe, in denen Corona ein Vorbote für den Weltuntergang genannt wird. Scientology versucht mit einer vermeintlichen Informationskampagne über Hygieneregeln, verunsicherte Menschen zu sich zu ziehen. Sie veröffentlichen Videos mit den bekannten Hygienetipps. Wer dann auf der Seite weiter nach unten scrollt, kann sich direkt für ein Online-Seminar anmelden.

hessenschau, 16. Februar 2021

Zeugen Jehovas zerstören Familien

Zeugen Jehovas: Das klingt für viele nach einem Phänomen aus längst vergangenen Zeiten. Doch die Religionsgemeinschaft ist aktiv wie eh und je. Junge Leute, die ausgestiegen sind, schildern: Die „Zeugen“ kosteten sie den Kontakt selbst zu engsten Familienmitgliedern.

Die Welt, 24. Februar 2021 

Am Nordpol von Gott ernährt

Wenn die Zeiten hart sind, finden Scharlatane leichter Opfer. Auch in der Pandemie sind Menschen anfällig. Einige glauben gar, sie werden am Nordpol von Gott ernährt, bevor es das 1000-jährige Reich des Friedens auf Erden gibt. 

Lübecker Nachrichten, 8. März 2021

Zaubertrank aus dem Weserbergland

In Großbritannien ist das Neo-Druidentum als Religion anerkannt, in Deutschland gibt es diverse Vereinigungen. "Ich verstehe mich als Kräuter- und Pilzkundiger", sagt der Mann aus Bodenwerder im Weserbergland. "Ich bin kein Apotheker und kein Heilpraktiker." Rund 30 Tinkturen, Elixiere und Tränke kann vom Berch mischen, verkauft sie aber nicht. Sein Zaubertrank zum Beispiel enthält unter anderem gehackte Walnüsse, Mistel, Beifuß und Johanniskraut – die Zubereitung in Glasballons dauert Wochen. In seinen Genuss kommen Familie, Freunde oder Teilnehmer der Wald-Erkundungen des Druiden, die zuletzt coronabedingt monatelang ausfallen mussten. Im Moment streift Michel vom Berch meist allein durch den Vogler. 

Badische Zeitung, 16. März 2021

Miss Sachsen und ihre Kindheit bei den Zeugen Jehovas

Am Freitag erscheint das erste Buch von Sophie Jones (25), der amtierenden Miss Sachsen aus der Nähe von Leipzig. Darin verarbeitet sie ihre Kindheit und Jugend bei den Zeugen Jehovas - und eine tief verwurzelte Liebe zur Literatur. 

Tag 24, 26. März 2021

Harmloser Anfang-bitteres Ende

Was harmlos beginnt, kann bitter enden, ehe man es realisiert hat. Sekten greifen in der Krise nach fragilen Menschen und treiben ihr Unwesen. “Aussteiger”, die den Betrug wittern, werden unter Druck gesetzt. Mitglieder werden dazu angestiftet, andere Menschen in die Fänge der Sekte zu treiben. Hierfür werden auch die neuen Möglichkeiten der digitalen Vernetzung genutzt: Auf Facebook, Whatsapp, Instagram und Telegram werden die Tentakel ausgeworfen. Und wie so oft geht es um das liebe Geld…

Südtirol News, 4. April 2021

Sekten schießen aus dem Covid-Boden

Der tragische Todesfall in dem Camp in der Nähe von Lorient wirft ein Schlaglicht auf den gefährlichen Boom einer ganzen Branche. Wie die französische Ministerin für Bürgerfragen, Marlène Schiappa, diese Woche erklärte, sind in Frankreich im Verlauf der Covidkrise rund 500 Sekten und ähnliche Gruppen aus dem Boden geschossen. „Darunter sind neue Gurus, die sich der Pandemie bedienen, um angebliche Heilmethoden anzubieten, die in Wahrheit in psychologischer Unterwerfung oder Geld-Abzocke bestehen“, sagte Schiappa. Als Folge kündigte sie eine „Verstärkung“ der nationalen Anti-Sekten-Mission (Miviludes) an. Konkreter dürfte sie in den nächsten Tagen werden.

Frankfurter Rundschau, 9. April 2021

Ein fremdbestimmtes Leben

Die Zeugen Jehovas haben strenge Vorschriften, die häufig auch das Familienleben der Mitglieder beeinflussen. Sie sind dafür bekannt, keine engen Kontakte außerhalb ihrer Glaubensgemeinschaft zu haben. Wer die Zeugen Jehovas verlässt, darf nicht mehr mit Angehörigen sprechen, die Mitglieder sind - auch wenn es die eigenen Eltern oder Kinder sind. Geburtstage, Weihnachten oder Ostern werden nicht gefeiert, zu Halloween gibt es keine Verkleidung. Zudem ist das Leben der Mitglieder zu einem großen Teil fremdbestimmt.

MDR, 14. April 2021

Schwul sein darf man bei den Zeugen Jehovas nicht

Alexander wächst in einem Zwiespalt auf: Er ist Zeuge Jehovas und schwul. Offen homosexuell zu leben, ist allerdings ein klarer Verstoß gegen die Regeln der Zeugen Jehovas. „In der Welt der Zeugen Jehovas gibt’s kein Schwulsein und da ist Schwulsein nicht erlaubt und da ist Schwulsein eine Einstellung, die man verändern kann. Wenn sie sich nicht ändern können, dann müssen sie halt sterben. Also das ist die Einstellung von den Zeugen Jehovas“, sagt Alexander. Seine größte Angst ist, aus seiner Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden: „Weil wenn ich schwul wäre, würde ich meine ganze Welt verlieren: meine Familie, Freunde, mein ganzes Gemeindenetz, Verwandtschaft. Und das war undenkbar für mich.“

Deutschlandfunk, 23. April 2021

Homosexualität: Ein Lesetipp

Auf dem falschen Fuß erwischt

Für viele esoterische und spirituelle Gruppen ist die Pandemie ein Weckruf und ein Signal, die Bindungen an die irdische Realität zu überwinden und die geistige Transformation zu forcieren. Sie glauben, durch Meditation das Immunsystem stärken zu können und nicht mehr ansteckbar zu sein.

Sie haben vor Monaten eine weltweite Meditationsaktion gestartet, um das Virus «auszulöschen». Viele tragen denn auch keine Masken, gehören zu den Verschwörungstheoretikern und verharmlosen das Virus. Gebracht hat die Meditationsaktion nichts. Weitere Pandemiewellen rollten an.

Watson, 1. Mai 2021

Gibt es gute Sekten?

Schon im 19. Jahrhundert gab es aber esoterische Gruppen, die sektenhafte Züge aufwiesen. Das russische Medium Helena Petrovna Blavatsky reiste damals nach Südostasien und liess sich von den fernöstlichen spirituellen Ideen inspirieren. 1875 gründete sie die Theosophische Gesellschaft, die Urmutter der westlichen Esoterik. Ihr Weggefährte war Rudolf Steiner, der später die Anthroposophie ins Leben rief.

Watson, 15. Mai 2021

Schlafpredigerin plant Mord

DOMRADIO.DE: In Ihrem Podcast "Secta" nehmen Sie in der aktuellen Folge die Åkerblom-Bewegung unter die Lupe. Was verbirgt sich dahinter?

Fabian Maysenhölder (Evangelischer Pfarrer und Podcaster): Hinter der Åkerblom-Geschichte verbirgt sich eine sogenannte True-Crime-Geschichte. Da geht es am Ende auch um einen Mordversuch. Letztendlich ist das zurückzuführen auf eine Frau namens Maria Åkerblom. Sie war eine sogenannte Schlafpredigerin, die in Trance gepredigt hat und eine Gruppe von Leuten um sich geschart hat.

Die Gruppe hatte ein sehr apokalyptisches Weltbild. Sie wollten dann auch zwischenzeitlich nach Israel oder Palästina reisen - wir sind in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts -, um dort quasi die Endzeit zu erleben.

Es gab auch Kritiker der Gruppe. Einen solchen Kritiker wollte Maria Åkerblom ermorden lassen. Das ist zum Glück fehlgeschlagen. Sie ist trotzdem im Gefängnis gelandet. Das war das Ende dieser Gruppe, da die Prophetin dann im Gefängnis war und die Gruppe nicht mehr richtig lenken konnte.

Domradio, 23. Mai 2021

Glenn Close sollte moralisch wiederbewaffnet werden

US-Schauspielerin Glenn Close (74) hat von ihrer Jugend in einer Sekte berichtet. Ihre Familie habe sie mit sieben Jahren in eine Gruppe namens MRA (Moral Re-Armament, Deutsch etwa: Moralische Wiederbewaffung) eingeführt. Die Sekte habe eine starke Kontrolle ausgeübt, sagte Close in der Fortsetzung der Doku-Serie „The Me You Can’t See: A Path Forward“ („Das Ich, das Du nicht siehst: Ein Weg nach vorn“) von US-Moderatorin Oprah Winfrey (67) und Prinz Harry (36). Mit 22 Jahren habe sie den Ausstieg aus der Sekte geschafft.


Kardinal Marx bietet Papst Rücktritt an

„Im Kern geht es für mich darum, Mitverantwortung zu tragen für die Katastrophe des sexuellen Missbrauchs durch Amtsträger der Kirche in den vergangenen Jahrzehnten“, schrieb Marx dem Papst. Die Untersuchungen und Gutachten der zurückliegenden zehn Jahre zeigten für ihn durchgängig, dass es „viel persönliches Versagen und administrative Fehler“ gegeben habe, aber „eben auch institutionelles oder systemisches Versagen“.  Die Diskussionen der letzten Zeit hätten gezeigt, „dass manche in der Kirche gerade dieses Element der Mitverantwortung und damit auch Mitschuld der Institution nicht wahrhaben wollen und deshalb jedem Reform- und Erneuerungsdialog im Zusammenhang mit der Missbrauchskrise  ablehnend gegenüberstehen“. Dieser Haltung erteilte Marx eine klare Absage. Statt dessen müsse etwa der in Deutschland begonnene „Synodale Weg“ weitergehen, für den Marx sich stark eingesetzt hat.


Papst lehnt Rücktritt ab

Papst Franziskus hat den Rücktritt von Kardinal Reinhard Marx als Erzbischof von München und Freising abgelehnt. "Ich stimme Dir zu, dass wir es mit einer Katastrophe zu tun haben: der traurigen Geschichte des sexuellen Missbrauchs und der Weise, wie die Kirche damit bis vor Kurzem umgegangen ist", schrieb der Papst in einem Brief an Marx: "Und genau das ist meine Antwort, lieber Bruder. Mach weiter, so wie Du es vorschlägst, aber als Erzbischof von München und Freising."

tagesschau, 10. Juni 2021

Nächsten Monat im SWR: Vater möchte seine Kinder sehen

Über seine Erfahrungen wollte er zunächst mit niemanden sprechen. Auch heute will Robert lieber nicht seinen Nachnamen nennen: "Mittlerweile kann ich drüber reden, aber es fällt mir schwer", sagt der 59-Jährige. "Ich hänge einfach an meinen Kindern und möchte wissen, wie es ihnen geht."

Nach seinem Ausstieg brachen die Kinder, die weiterhin bei den Zeugen Jehovas sind, den Kontakt zum Vater ab. Auch seine Geschwister haben sich von Robert distanziert: "An diesen Schmerz kann und will ich mich nicht gewöhnen" sagt der IT-Spezialist. "Ich hoffe, dass wir uns - jenseits aller religiösen Fragen - irgendwann als Vater und Kinder zusammensetzen können. Ich vermisse sie sehr."

Sendung am Sonntag, 11. 7. 2021 12:05 Uhr, SWR2 Glauben

Hat "Prophet" Frau missbraucht?

Von außen sieht es hier sehr idyllisch aus: Das ehemalige Kloster Graefenthal am Rande von Goch (NRW) liegt zwischen Feldern, Wäldern und drei Seen. Doch für Emma (25) soll es hier wie im Gefängnis gewesen sein. Jahrelang soll sie dort von dem selbsternannten "Prophet" der Glaubensgemeinschaft "Orden der Transformanten" missbraucht und gegen ihren Willen festgehalten worden sein. Am Freitag startete vor dem Landgericht Kleve der Prozess gegen Robert B. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

RTL, 18. Juni 2021

Freitag, 10. Mai 2019

Aufgelesen (2019)

Pastorin einer Sekte wird Ministerin

Die einzigen beiden Frauen im Kabinett sind Vertreterinnen der konservativsten Rechten Brasiliens und verteidigen ähnliche Positionen wie Bolsonaro: Landwirtschaftsministerin Tereza Cristina da Costa Dias vertritt die Großgrundbesitzer im Kongress. Damares Alves, die Ministerin für Frauen, Familie und Menschenrechte sein wird, war Beraterin der Evangelikalen im Parlament. Sie ist zudem Pastorin einer Sekte und macht keinen Hehl aus ihrer Ablehnung gegen Abtreibung und Genderpolitik.

Telepolis, 1. Januar 2019

Bischof fordert Bestrafung der Täter

Bischof Schick dankte in seiner Rede unter anderem für den Einsatz der vielen Menschen in den katholischen Gemeinden, Institutionen und Verbänden, sparte aber auch die Probleme nicht aus. So sprach er selbst den Missbrauch in der katholischen Kirche an. "Schlimmes ist ans Tageslicht gekommen. Aber das ist besser, als dass es im Dunkeln bleibt", sagte er. "Es ist unser und mein fester Wille, alles im Erzbistum Bamberg zu tun, was den Opfern Heilung bringt und Wiedergutmachung leistet und was die Täter bestraft."

Nordbayern, 14. Januar 2019


Das Gefängnis der Zeugen Jehovas verlassen

Oliver Wolschke ist mit den Zeugen Jehovas aufgewachsen und war überzeugt davon, dass der Untergang der Welt bevorsteht, dass vorehelicher Sex Sünde ist oder dass es richtig ist, Bluttransfusionen zu verweigern. Er war ein kleiner Junge, als seine Mutter der Religionsgemeinschaft beitrat - erst 20 Jahre später verlässt er als inzwischen junger Familienvater die häufig auch von manchen als Sekte bezeichnete Organisation, will sich, seine Frau und die gemeinsamen Kinder aus deren Fängen befreien.

Mit seiner Mutter musste er brechen, sie blieb den Zeugen Jehowas treu. In seinem Buch "Jehovas Gefängnis" schildert der heute 33-Jährige, wie der einst vorbildliche Zeuge Jehovas langsam an den Lehren zu zweifeln begann und schließlich zum Abtrünnigen wurde. Alte Freunde und Familienmitglieder wandten sich umgehend ab, der Start in ein "normales" Leben war radikal.

NDR, 14. Januar 2019

Colonia Dignidad: Ermittlungen eingestellt
Menschenrechtler kritisieren, dass die Ermittlungen gegen einen in Nordrhein-Westfalen lebenden ehemaligen Bewohner der Sekten-Siedlung „Colonia Dignidad“ in Chile eingestellt worden sind. Dem 72-Jährigen war vorgeworfen worden, in den 1970-er Jahren an der Ermordung von Gegnern des Pinochet-Regimes beteiligt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft teilte gestern mit, der Verdacht der Beihilfe zum Mord lasse sich nicht begründen. Andere Vorwürfe wären ohnehin verjährt.
Deutschlandradio, 23. Januar 2019

Stimme im Kopf befiehlt Kindesmord?

Landgerichts-Vizepräsident Jochen Bösl hingegen nannte das Geschehen „eine Tragö­die, für die niemand etwas kann, auch die Mutter nicht“. In der Urteilsbegründung schilderte er, wie sich Nicole M. Ende 2017 nach Frust über die erfolglose Job-Suche ei­ner Sekte zuwandte und an übersinnliche Phänomene zu glauben begann. Zu Ostern 2018 habe sie sich von Dä­monen verfolgt gesehen und Kontakt zu einem Kloster in Israel gesucht. Dann hätten ihr Stimmen im Kopf ein Op­fer befohlen.

Bild, 28. Januar 2019

Mormonen weihen in Rom Tempel ein

Auf einem sechs Hektar großen Gelände an der Via Bufalotta wird die "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage" im März ihren größten Tempel in Europa einweihen. Bis Mitte Februar können Mitglieder der Glaubensgemeinschaft und andere Neugierige den riesigen Bau mit seinen künstlichen Wasserspielen inmitten mehrere Hundert Jahre alter Olivenbäume nebst Besucherzentrum und Gästehaus besuchen. Wer das ovale Gebäude besichtigen will, muss sich allerdings erst im Internet anmelden.

Evangelischer Pressedienst, 30. Januar 2019

Konfliktträchtige Gruppen

„Sekte ist eigentlich das falsche Wort“, sagt Paul Goerens. „Man soll nicht von Sekten sprechen. Besser ist der Begriff ‚konfliktträchtige Gruppe'“, erklärt der Sektenbeauftragte der katholischen Kirche. Das seien Organisationen, bei denen es zu Konflikten mit den Mitgliedern kommen kann. Gemeint sind Glaubensgruppen, die nicht offiziell als Religion oder Kirche anerkannt sind, keine Konvention mit dem Staat haben.

Reporter, 30. Januar 2019

Abstand halten
Sie fallen auf. Immer zu dritt stehen die Zeugen Jehovas draußen vor den Eingängen zu U-Bahnhöfen wie dem Britz Süd, mitten auf belebten Plätzen wie dem Hermannplatz oder in den Übergängen zwischen U-Bahn,- und S-Bahnhöfen wie dem S - und U - Bahnhof Neukölln.
Auf  Wikipedia ist hierzu folgendes zu finden: Zitat "Die Zeugen Jehovas sind durch ihre ausgeprägte Missionstätigkeit, ihre Ablehnung von Bluttransfusionen, das Nichtbegehen aller religiösen Feier- und Festtage außer dem Abendmahl und das Nichtfeiern von Geburtstagen bekannt. Ihre Missionstätigkeit verrichten sie hauptsächlich durch das Anbieten von kostenlosen Bibelkursen und dem Verteilen der Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet. "
Berliner Woche, 4. Februar 2019

5G in den Weltuntergang

An vorderster Front kämpft KlagemauerTV gegen die neue Technologie. Das weit verbreitete Internet-Fernsehen des Sektengründers Ivo Sasek von der Organischen Christus-Generation OCG verkündete in der Nachrichtensendung vom 1. Februar, 5G ebne den Weg in eine Überwachungsdiktatur, dessen Ausmass nicht einmal George Orwell erahnt habe. 

Watson, 9. Februar 2019

Einfluss der Sekten eindämmen

Das Land Baden-Württemberg will den Einfluss von Sekten intensiver bekämpfen. Dies erklärt die zuständige Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) gegenüber der Heilbronner Stimme. "Der Markt religiös-weltanschaulicher Angebote, Verschwörungstheorien sowie in den Bereichen Lebenshilfe und Esoterik ist heute schnelllebiger als früher und wird immer unübersichtlicher", sagt die CDU-Politikerin.

Heilbronner Stimme, 16. Februar 2019

Uriella ist tot

Neben öffentlicher Belustigung sorgte das Auftreten von Uriella allerdings auch wiederholt für strafrechtliche Verfolgung. 1996 wurde sie aus Mangel an Beweisen und entlastet durch Aussagen von ihren Anhängern vom Verdacht der fahrlässigen Tötung freigesprochen, nachdem zwei ihrer Anhängerinnen verstorben waren. Eine der Frauen hatte sich bei Gartenarbeiten verletzt und eine Blutvergiftung zugezogen. Statt einen Arztbesuch und Antibiotika zu empfehlen, hatte Uriella damals mit angeblich heilendem Licht per Telefon behandelt und zu Engelwurz und Ringelblumen geraten.

Rheinische Post, 25. Februar 2019

Rechte Tendenzen in der Esoterik
Wer auf ein Festival der „Anastasia“-Bewegung geht, kann verschiedene Dinge lernen: Herzens-Meditation, das Herstellen von Wildkräutersaft oder Traumfänger basteln. Er kann aber auch - wie im September 2017 in Mittelthüringen nahe Kölleda - Workshops von Menschen besuchen, die antisemitische oder verschwörungstheoretische Ideen verbreiten.
Darauf weist der Sektenbeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern , Matthias Pöhlmann , hin. Die „Anastasia“-Bewegung ist ihm zufolge ein Beispiel dafür, dass in der Esoterik-Szene immer stärkere Verbindungen zu rechtem Gedankengut zu finden sind.
Thüringer Allgemeine, 12. März 2019

Zeugen Jehovas: Wenn man den Vater nicht mehr sehen darf

„Der ausschlaggebende Punkt war eigentlich mein Vater, der war ausgeschlossen worden. Nach meiner Taufe musste ich den Kontakt komplett abbrechen. Das habe ich überhaupt nicht gut verkraftet. Dann hat sich meine damalige beste Freundin auch noch ausschließen lassen, da musste ich auch noch den Kontakt abbrechen. Da hat es gereicht. Ich habe so sehr gelitten, dass ich aufgewacht bin und dachte, es kann ja nicht sein, dass ich jetzt mein Leben lang so leide. Die Leute, die ich liebe, darf ich nicht sehen, das will ich nicht."

Wunderweib, 13. März 2019

Ist die Neuapostolische Kirche eine Sekte?

Helmut Grüning ist Professor, Henrichenburger, Emscher-Kenner. Und Hirte, also Prediger, bei der Neuapostolischen Kirche. Ist das eine Sekte? Wir fragten ihn im Klappstuhl-Talk in Episode 3.

Ruhr-Nachrichten, 16. März 2019

Entschädigung für Missbrauchsopfer

Unterdessen hat ein Gericht in Chile die Entschädigungsforderung von Opfern sexuellen Missbrauchs an das Erzbistum Santiago für rechtens erklärt. Nach dem einstimmigen Urteil vom Mittwoch muss die Kirche drei Klägern umgerechnet je 130.000 Euro zahlen. In chilenischen Medien war von einem historischen Urteil die Rede. Das Erzbistum Santiago teilte anschließend mit, man werde keine Rechtsmittel gegen die Entscheidung ergreifen.

Domradio, 28. März 2019

Zeugen Jehovas vertuschen sexuellen Missbrauch

In einer Dokumentation der VRT kommen Personen zu Wort, die darüber berichten, dass sie als Kinder missbraucht wurden und dass die Gemeinschaft versucht hat, das Ganze unter den Teppich zu kehren. Aussagen, die ehemalige Mitglieder der Sekte, die selbst aktiv an den Vertuschungsaktionen beteiligt waren, der VRT bestätigten.

Grenzecho, 28. März 2019

Meine Mutter ist Zeugin Jehovas

Es ist immer aufregend, wenn ich neuen Menschen in meinem Leben von meiner Familie erzähle. Ich weiß nie, wie mein Gegenüber reagieren wird, wenn ich erwähne, dass sowohl meine Mutter als auch mein Stiefvater Zeugen Jehovas sind. Was für mich Normalität ist, sorgt bei anderen für erstaunte Gesichter, neugierige Fragen oder ablehnende Reaktionen. Wenn ich also wissen will, wie offen und tolerant ein Mensch ist, lasse ich die Bombe platzen. Zeugen Jehovas. Peng!

stern, 3. April 2019

Die Optimierung des Thetan

Scientology basiert auf den Schriften des US-Schriftstellers L. Ron Hubbard. Im abstrusen Weltbild der Organisation läuft das Leben entlang einer Zeitachse. Ziel ist, die Seele jedes Menschen, den Thetan, zu optimieren. Mithilfe von sehr teuren Kursen sollen Mitglieder in neue Bewusstseinssphären geführt werden, um die traumatischen Ereignisse abzuschütteln – eine Voraussetzung, um die höchste Ebene, Clear, zu erreichen.

Der Standard, 4. April 2019

Koreanische Sekte droht Aussteigern

Der Verein Sekten-Info NRW warnt erneut vor der koreanischen „Shinchonji“-Bibel-Bewegung, deren Mitglieder vor allem in der Nähe der Essener Uni auf Mitglieder-Fang gehen. „Es gab bereits 13 Fälle in diesem Jahr, die Gruppe ist seit Jahren in Essen aktiv und hat hier etwa 80 bis 90 aktive Mitglieder“, sagt Christoph Grotepass, Referent beim Sekten-Info. „Sie haben hohen Missionierungs-Druck.“

WAZ, 5. April 2019

Scientology verliert Mitglieder

Die Scientology-Organisation (SO), die seit 1997 vom Verfassungsschutz beobachtet wird, leidet offenbar unter erheblichen Mitgliederverlusten. "Trotz intensiver Bemühungen um eine positive Außendarstellung kann die SO die schwindenden Mitgliederzahlen nicht mehr verbergen", heißt es im aktuellen "Bericht der interministeriellen Arbeitsgruppe für Fragen sogenannter Sekten und Psychogruppen" für den Landtag.
Danach werden Scientology noch rund 750 bis 800 Mitglieder in Baden-Württemberg zugerechnet – ein Drittel weniger als zu Beginn der Beobachtung durch die Verfassungsschützer.

Badische Zeitung, 17. April 2019

Markentreue Wechselreligiöse

Der bekannte deutsche Religionswissenschafter Hartmut Zinser formuliert es so: "Jeder kann machen, was er will, jeder kann aus der Kirche austreten, jeder kann sich sozusagen die Religion raussuchen, die er will. Oder er kann vormittags – wie in Japan – Anhänger des Shinto sein, mittags christlich heiraten und abends buddhistisch sterben. Also alles das ist heute möglich, der markentreue Wechselreligiöse, das kann man vielfältig beobachten. Richtig Säkulare sind sehr selten."


Auch Übermenschen haben Masern

"Es ist für einen Scientologen der Höhepunkt einer zutiefst spirituellen Reise." So steht es auf der Internetseite des Sekte Scientology. Gemeint ist eine Reise mit dem Kreuzfahrtschiff Freewinds, das Scientology gehört - und nun offenbar unter Quarantäne gestellt worden ist. Die rund 300 Personen an Bord sollten auf der Karibikinsel St. Lucia von Bord gehen. Die Behörden des Inselstaates haben das aber aufgrund eines Masernfalls an Bord verhindert.

Süddeutsche Zeitung, 2. Mai 2019

Ist hoher NAK-Funktionär bestechlich?

In einer Petition, die an den weltweiten Chef der Neuapostolischen Kirche  (NAK) gerichtet ist, wird einem hohen Kirchenfunktionär aus Sambia Bestechlichkeit vorgeworfen. Außerdem schüre er Konflikte zwischen den Stämmen.

Hier klicken, 10. Mai 2019